In den letzten Jahren hat sich in Wien einiges getan, wenn es um Barrierefreiheit geht. Die Initiative „Vienna For All“ ist ein leuchtendes Beispiel dafür. Diese digitale Toolbox, die von Wien Tourismus, der Stadt Wien, der Wirtschaftskammer Wien und dem Beratungsunternehmen „myAbility“ entwickelt wurde, soll Unternehmen dabei helfen, Inklusion in der Wiener Visitor Economy zu leben. Die Toolbox wird nun im Rahmen der nationalen Sommerspiele der Special Olympics, die bis zum 30. Juni in Wien stattfinden, eingeführt. Ein schöner Zufall, könnte man sagen, denn die Spiele bringen nicht nur Sport und Freude, sondern auch das wichtige Thema der Barrierefreiheit in den Fokus unserer Stadt.

„Vienna For All“ umfasst sieben Module, die praktische Maßnahmen, Checklisten und Best-Practice-Beispiele bieten. Das klingt vielleicht etwas trocken, aber es geht darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie barrierefreie Angebote entlang der gesamten Gästereise gestaltet werden können. Vom ersten Kontakt – sei es bei der Buchung oder dem Zugang zu Betrieben – bis hin zur tatsächlichen Nutzung der Angebote. Und das Beste? Die Toolbox ist sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar. So kann wirklich jeder einen Blick darauf werfen und sich inspirieren lassen.

Die Stimmen der Verantwortlichen

Barbara Novak, die Vizebürgermeisterin, hat die Vorreiterrolle Wiens in Sachen Barrierefreiheit bei Großevents betont. „Wir wollen, dass jeder Mensch, egal ob mit oder ohne Behinderung, unsere Stadt genießen kann“, sagt sie mit Überzeugung. Norbert Kettner, Geschäftsführer des Wien Tourismus, sieht Barrierefreiheit als einen zentralen Qualitätsfaktor für nachhaltigen Tourismus. „Es ist nicht nur eine nette Geste, sondern eine Notwendigkeit“, fügt er hinzu. Dominic Schmid, Spartenobmann der Wirtschaftskammer Wien, hebt die Bedeutung des Wissens über rechtliche Rahmenbedingungen für Unternehmen hervor. Das klingt alles nach einem sehr durchdachten Konzept, das nicht nur den Gästen zugutekommt, sondern auch den Unternehmen selbst.

Doch wie sieht es rechtlich aus? Barrierefreiheit ist nicht nur ein netter Zusatz, sondern gesetzliche Pflicht und Menschenrecht. Gäste müssen diskriminierungsfrei Zugang zu Angeboten haben. Ab dem 28. Juni 2025 wird digitale Barrierefreiheit verpflichtend. Das bedeutet konkret, dass Websites, Buchungsplattformen und Ticketing für alle zugänglich sein müssen. Unternehmen, die hier versäumen, können mit rechtlichen Folgen rechnen – von Verwaltungstrafen bis hin zu Imageverlusten. Es ist also nicht nur eine Frage des guten Willens, sondern auch der unternehmerischen Sorgfaltspflicht.

Rechtliche Grundlagen und Konsequenzen

Die gesetzlichen Grundlagen sind klar: Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist seit 2008 in Österreich verbindlich, ebenso die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK), die grundlegende Rechte schützt. Das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz (BGStG) verbietet Diskriminierung durch Barrieren seit dem 1. Januar 2006. Und die Übergangsfristen für Bestandsgebäude sind schon lange abgelaufen. Die Zeit drängt, und die Unternehmen stehen in der Verantwortung, ihre Angebote entsprechend anzupassen. Barrieren werden als Diskriminierung gewertet, besonders für jene, die Waren, Dienstleistungen oder Informationen der Öffentlichkeit anbieten. Ein Umdenken ist gefordert, und „Vienna For All“ könnte der erste Schritt in die richtige Richtung sein.

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In Meidling, wo ich heute bin, spürt man die Vorfreude auf die Sommerspiele. Die Menschen sind sich der Vielfalt bewusst, die unsere Stadt zu bieten hat. Mit Initiativen wie „Vienna For All“ wird Wien nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Einheimischen ein Stück lebenswerter. Und das ist doch ein Ziel, das wir alle unterstützen sollten!

Ein modernes Nachrichtenportal wie unseres, muss für alle Menschen zugänglich sein. Unser Website System wurde daher konsequent nach den Vorgaben der WCAG 2.1 und BITV 2.0 entwickelt – mit sauberer Struktur, ARIA-Attributen und ohne technische Hürden für assistive Technologien. Die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom / VeloCore.