Heute ist der 29.05.2026 und in Meidling dreht sich alles um Immobilien. Es tut sich was auf dem Wiener Immobilienmarkt, auch wenn man es auf den ersten Blick vielleicht nicht merkt. Aber hey, es gibt tatsächlich nennenswerte Transaktionen! Ein deutscher institutioneller Investor hat sich eine Core-Immobilie in der Leopoldstadt gesichert, und ein Geschäftshaus in Meidling hat den Besitzer gewechselt – an einen heimischen Investor. Auch ein Raiffeisen-Konsortium hat kräftig zugelangt und ein großes Business Center in Döbling angekauft. Das klingt ja alles ganz positiv, oder? Die Käufe betreffen dabei Bestandsimmobilien mit bonitätsstarken Mietern, was als relativ risikolos gilt. Ein bisschen wie der sichere Hafen in stürmischen Zeiten.
Doch der Aufschwung bleibt auf der Strecke. Aktuell gibt es keine Baustarts für neue Immobilienprojekte, was für einen echten Aufschwung notwendig wäre. Die Bauwirtschaft, ein ganz wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Österreich, kommt einfach nicht zum Zug. Und die geopolitischen Umstände, seien es Konflikte in der Ukraine oder Iran, machen Bauprojekte irgendwie unkalkulierbar. Störungen in Lieferketten und die Energiekrise treiben die Kosten in die Höhe und heizen die Inflation an. Die EZB plant eine Anhebung des Leitzinses, was die Sache nicht leichter macht. Banken sind bei Finanzierungen eher zurückhaltend – viel Eigenkapital und hohe Vorverwertungsquoten sind gefragt.
Marktentwicklung und Prognosen für 2024
Stephan Größ, der Leiter des Immobiliensektors bei EY Österreich, hat sich auch zur Marktentwicklung geäußert. Nach zwei Jahren Flaute am Immobilienmarkt wird für 2024 eine leichte Trendwende erwartet. Das klingt fast wie ein Hoffnungsschimmer. Vor allem im Wohnsegment werden in primären Lagen steigende Preise prognostiziert. Die Umfragen zeigen, dass 53 % der Befragten steigende Preise in guten Lagen erwarten. Das sind gute Nachrichten für Investoren und all jene, die in das Wohnsegment einsteigen wollen. 2025 wird als Jahr mit stabilen Preisen angesehen – 40 % rechnen mit gleichbleibenden Preisen, während nur 7 % sinkende Preise erwarten. Das lässt hoffen!
Allerdings ist das Bild bei Büroimmobilien ein wenig trüber. In primären Lagen erwarten 67 % gleichbleibende Preise, aber in sekundären Lagen sieht es düsterer aus: 59 % rechnen mit sinkenden Preisen. Das gilt auch für Einzelhandelsimmobilien und Shoppingcenter in diesen Lagen. Der Wohnbau läuft nicht wirklich rund, die Fertigstellungs- und Bewilligungszahlen sind unter dem erforderlichen Niveau. Und während Großprojekte selten gestartet werden, greifen Investoren gerne auf solche zurück, die bereits Cashflow erzeugen. Risiken sind am Markt momentan nicht sehr beliebt.
Die Rolle der Bauwirtschaft und Marktberichte
Die Bauwirtschaft hat derzeit keine vollen Auftragsbücher und es bleibt unklar, wann der Markt wieder in eine positive Richtung tendieren wird. Die Unsicherheiten durch globale Konflikte sind einfach zu groß. Daher ist es wichtiger denn je, sich auf professionelle Marktberichte zu stützen. Der österreichische Immobilienmarkt ist dynamisch und wird stark von internationalen Trends beeinflusst. Marktberichte sind Gold wert, wenn es um Investitionsentscheidungen, Finanzierungsplanung und Marktstrategien geht.
Das Immobilien Magazin bietet eine zentrale Plattform für aktuelle Marktberichte und ist eine wichtige Informationsquelle für Investoren, Projektentwickler und Makler. Diese Berichte werden typischerweise quartalsweise oder halbjährlich aktualisiert und enthalten alles von Preisindizes bis hin zu Investmenttrends. Ein Blick in diese Berichte kann Unsicherheiten reduzieren und fundierte Entscheidungen unterstützen. Schließlich ist das Studieren von Marktberichten fast schon eine Kunst für sich – und wer weiß, vielleicht entdeckt man dabei auch die nächste große Chance auf dem Immobilienmarkt.