Die Hüftgold Marktkonditorei in Wien-Meidling ist ein leuchtendes Beispiel für gelebte Inklusion. Vor kurzem wurde sie von „Jugend am Werk“ als „Ausgezeichneter Partner 2026“ geehrt. Diese Auszeichnung wird an Betriebe verliehen, die sich aktiv für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen einsetzen. In dieser Konditorei ist Matthias Porak, ein Mitarbeiter mit Down-Syndrom, seit rund vier Jahren ein wertvoller Teil des Teams und unterstützt tatkräftig den Kaffeehausalltag.
Das Team des Ignaz & Rosalia Marktcafés hebt hervor, dass Porak mit Sorgfalt, Verlässlichkeit und Begeisterung arbeitet und eine positive Energie ins Team bringt. „Es ist einfach schön zu sehen, wie Inklusion hier funktioniert“, betont Geschäftsführer Mark Ruiz Hellin. Er sieht die Integration von Menschen mit Behinderungen im Unternehmen als Selbstverständlichkeit und freut sich über die Anerkennung, die mit dieser Auszeichnung einhergeht. Die Zusammenarbeit mit Jugend am Werk hat gezeigt, dass Inklusion am Arbeitsplatz erfolgreich umgesetzt werden kann, wenn professionelle Begleitung und gegenseitiges Vertrauen vorhanden sind.
Vielfalt und Wertschätzung im Kaffeehausbetrieb
Die Bedeutung von Vielfalt und Wertschätzung wird in einem Kaffeehausbetrieb besonders sichtbar. Kunden und Mitarbeiter profitieren gleichermaßen von dieser bunten Mischung. Hüftgold plant, den eingeschlagenen Weg der Inklusion fortzusetzen und weiterhin ein Umfeld zu schaffen, in dem jeder seinen Platz findet. Inklusion ist nicht nur ein Schlagwort, sondern ein gelebtes Prinzip im Alltag der Konditorei.
Ein wichtiger Partner in diesem Prozess ist der Integrationsfachdienst, dessen Adresse sich in der Oberen Donaustraße 21 in Wien befindet. Ziel dieses Dienstes ist es, Menschen mit Behinderungen bei der Berufswahl, Berufsqualifizierung und Arbeitsplatzsuche zu unterstützen. Diese Unterstützung erfolgt auch direkt am Arbeitsplatz, was den Integrationsprozess zusätzlich erleichtert.
Unterstützungsangebote und Herausforderungen
Die Teilnahme am Integrationsfachdienst setzt eine aufrechte Bewilligung des Fonds Soziales Wien für „Tagesstruktur“ oder eine Maßnahme der Berufsqualifizierung voraus. Die Kosten für die Teilnehmer sind dabei erfreulicherweise null. Die Vorgehensweise umfasst die Analyse der Fähigkeiten und Interessen der Teilnehmer sowie die Einbeziehung von Eltern und Freunden zur Unterstützung. Probe-Arbeitsplätze werden organisiert, um den Teilnehmern einen realistischen Einblick in verschiedene Berufe zu ermöglichen.
Die Herausforderungen für Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt sind nicht zu unterschätzen. Im Jahr 2023 gab es in Deutschland 7,9 Millionen Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung, wobei die Arbeitsmarktsituation sehr unterschiedlich ist. Junge Menschen mit Behinderungen haben oft Schwierigkeiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt, während viele Erwachsene Behinderungen im Laufe ihres Lebens durch Krankheiten erleiden. Der inklusive Arbeitsmarkt erfordert gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen.
Die Hüftgold Marktkonditorei in Wien-Meidling ist ein Vorbild für andere Unternehmen und zeigt, dass Inklusion nicht nur möglich, sondern auch bereichernd ist. Die positive Energie, die Matthias Porak und seine Kollegen ins Team bringen, ist ein Beweis dafür, dass Vielfalt in der Arbeitswelt eine Stärke ist und Inklusion für alle Beteiligten von Vorteil sein kann.