Heute ist der 1.05.2026 und in Österreich gibt es Neuigkeiten, die sowohl Autofahrer als auch Fußgänger betreffen werden. Ab sofort dürfen Kameras die Zufahrt zu Innenstädten kontrollieren. Diese Maßnahme tritt mit der neuen Fassung der Straßenverkehrsordnung in Kraft, die heute ihren offiziellen Startschuss gibt. Gemeinden haben nun die Möglichkeit, automationsunterstützte Zufahrtskontrollen einzurichten, um unberechtigte Fahrzeuge aus den Innenstädten fernzuhalten.

Die Einführung dieser Technologie orientiert sich an den „Zone a traffico limitato“ (ZTL) in Italien, wo der Schutz historischer Altstädte, die Förderung der Fortbewegung zu Fuß und auf dem Rad sowie die Verbesserung der Luftqualität im Vordergrund stehen. Kapsch TrafficCom, ein Unternehmen mit Wurzeln in Wien-Liesing, hat bereits italienische Städte wie Bologna und Bozen mit ähnlichen Systemen ausgestattet. Die Kameras, die an Lichtmasten angebracht werden können, erfassen bis zu 15 Bilder pro Sekunde und verwenden Infrarot-Blitz für Nachtaufnahmen.

Technologie und Datenschutz

Ein bemerkenswerter Aspekt dieser neuen Regelung ist die Anwendung der Optical Character Recognition (OCR) zur Kennzeichenerfassung. Fahrzeuge, die auf einer Whitelist stehen, werden nicht gespeichert; nur bei unerlaubter Zufahrt wird ein Datensatz erstellt. Dieser enthält das Kennzeichen, die Fahrzeugklasse, einen Zeitstempel und ein Bild. Personen werden dabei nicht erfasst, Bilder mit Menschen werden verpixelt, was für den Datenschutz von großer Bedeutung ist. Die Zufahrtskontrolle gilt ausschließlich für mehrspurige Fahrzeuge und die Überwachungsbereiche müssen klar gekennzeichnet sein.

Mindestens 23 Städte haben bereits ihr Interesse an der automatisierten Zufahrtskontrolle geäußert. Ausschreibungen für Kennzeichenerfassungssysteme können ab sofort gestartet werden, und Kapsch TrafficCom plant, sich an diesen Ausschreibungen zu beteiligen. Diese Entwicklung zeigt, wie ernst es den Städten ist, die Luftqualität zu verbessern und die Lebensqualität in den Innenstädten zu erhöhen.

Vernetzte Mobilität und intelligente Verkehrssysteme

Aber nicht nur in Österreich, auch international ist Kapsch TrafficCom aktiv. So wurde die RIS-9360 roadside unit (RSU) von Kapsch TrafficCom in den USA vollständig zertifiziert. Diese Technologie ermöglicht die direkte Kommunikation zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und anderen Verkehrsteilnehmern und trägt dazu bei, die Sicherheit und den Verkehrsfluss zu verbessern. JB Kendrick, der Präsident von Kapsch TrafficCom Nordamerika, hebt die Bedeutung dieser Zertifizierung für die Entwicklung vernetzter Mobilitätsanwendungen hervor.

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Intelligente Verkehrssysteme (IVS) sind entscheidend für die Bewältigung der Herausforderungen im Straßenverkehr des 21. Jahrhunderts. Sie nutzen Informations- und Kommunikationstechnologien, um Verkehrsdaten zu erfassen und auszutauschen. Ziel von IVS ist es, den Straßenverkehr sicherer, effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Die neue IVS-Richtlinie der Europäischen Kommission fördert die Entwicklung von multimodalen Reise- und Echtzeit-Verkehrsinformationsdiensten, die letztlich auch den Städten in Österreich zugutekommen werden.

Die Entwicklungen rund um die Zufahrtskontrollen und die intelligente Verkehrsinfrastruktur zeigen, dass ein Umdenken im Mobilitätssektor notwendig ist, um den Herausforderungen der urbanen Zukunft gerecht zu werden. Bleiben wir gespannt, wie sich diese Maßnahmen auf die Lebensqualität in unseren Städten auswirken werden.