Heute ist der 8.06.2026 und in der Leopoldstadt sorgt ein Vorfall an der Donau für Aufregung. Zwei Schiffe, darunter das älteste Passagierschiff auf der Donau, die „MS Ana“, sind gesunken. Dieses Unglück hat nicht nur die Aufmerksamkeit der Anwohner auf sich gezogen, sondern auch die der Behörden. Kapitän Franz Scheriau, eine lokale Legende mit einer beeindruckenden Schiffsammlung, muss sich jetzt mit einer Vielzahl von Herausforderungen auseinandersetzen.

Die „MS Ana“, ein stolzes Schiff, das 1894 erbaut wurde, war Teil von Scheriau’s Schiffmuseum und lag am Treppelweg, als es in den Fluten verschwand. Passanten bemerkten den Vorfall und alarmierten die Berufsfeuerwehr Wien. Diese musste Taucher einsetzen, um das gesunkene Boot zu bergen. Komischerweise war Scheriau zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht einmal vor Ort und erfuhr erst am Mittwoch von dem Schicksal seines geliebten Schiffes. Das zeigt, wie schnell sich die Dinge an der Donau ändern können – und wie wichtig es ist, ein Auge auf die Schiffe zu haben!

Der Zustand der Schiffe und rechtliche Wirren

Ein Sachverständiger hat bereits den ersten Blick auf den Status der Schiffe geworfen. Sein Ziel ist es, den Zustand der gesunkenen Schiffe und die Gründe für das Sinken zu klären. Der Sachverständige war schon einmal vor Ort, ein zweiter Besuch steht aber noch aus. Der Wiener Hafen und Scheriau’s Anwalt, Manfred Schiffner, haben die Erstellung eines Gutachtens bestätigt. Die Situation ist jedoch alles andere als rosig. Scheriau hat derzeit keinen Pachtvertrag für seine Schiffe und liegt de facto illegal an der Donaulände. Gespräche zwischen Hafen Wien und dem Anwalt laufen, doch die Vertragsunterzeichnung scheitert an einer fehlenden Versicherung.

Die finanziellen Belastungen sind für Scheriau enorm. Er muss 30.000 Euro für die Bergung der gesunkenen Schiffe aufbringen, was laut seinem Anwalt „nie im Leben“ möglich sein wird. Scheriau erhielt bereits drei Rechnungen: zwei von der Berufsfeuerwehr und eine vom Wiener Hafen. Seine Lage ist also kritisch – und der Verdacht auf schwere Sachbeschädigung hat sich erhärtet. Zwei Personen haben in der Vergangenheit angedroht, Schiffe zu versenken. Anwalt Schiffner plant, Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten. Das alles ist mehr als nur ein Schlamassel!

Ein weiteres Unglück: Die Fähre „Novara“

Doch das ist nicht das einzige Sorgenkind für Scheriau. Neben dem Vorfall mit der „MS Ana“ wurde auch die Fähre „Novara“ entwendet. Es ist einfach unbegreiflich! Scheriau hat bereits Anzeige erstattet und ist auf der Suche nach Informationen zu diesem Diebstahl. Wer würde sich so etwas erlauben? Der Kapitän ist sichtlich unter Druck, während die Behörden versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen. Die Bergung der „MS Ana“ erfolgte in Zusammenarbeit mit der Bundes-Schifffahrtspolizei, der Wiener Gewässeraufsicht und der Feuerwehr.

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Ein bisschen positiv zu vermerken ist, dass bei der Bergung keine Verunreinigung des Gewässers durch Betriebsmittel festgestellt wurde. Die Feuerwehr hat mit viel Geschick Hebekissen am Rumpf des Bootes befestigt, um es wieder schwimmfähig zu machen. Letztlich wurde das Schiff zur nächsten Slipstelle gezogen und mit einem Feuerwehrkran aus dem Wasser gehoben. Ein bisschen beruhigend, aber die Zukunft von Scheriau und seinen Schiffen bleibt ungewiss. Man kann nur hoffen, dass sich die Wogen bald glätten und der Kult-Kapitän Franz Scheriau sein Erbe bewahren kann – und nicht noch mehr Schicksalsschläge hinnehmen muss.