In Wien, wo der Prater und die Donau sich in einem charmanten Zusammenspiel vereinen, wird eine Ära beendet. Kapitän Franz Scheriau, ein bekanntes Gesicht und eine Institution für viele, die zwischen der Donaulände im Prater und der Donauinsel pendelten, muss seine mobile Fähre einstellen. Der Pachtvertrag für die Anlegestelle auf der Donauinsel läuft am 30. Juni aus, und die Wasserstraßengesellschaft viadonau hat sich entschieden, diesen nicht zu verlängern.

Es ist ein bisschen wie der Abschied von einem alten Freund. Scheriau hat seit diesem Jahr einen neuen Fährmann an seiner Seite, doch das Schicksal seiner Fähre ist besiegelt. Die Gründe? Komplex. Die MA 45, die für die Wiener Gewässer zuständig ist, forderte von Scheriau, den „ordnungsgemäßen Zustand“ seiner Schiffe herzustellen. Aber das blieb aus. Im Januar wurde der Vertrag zwar verlängert, um Scheriau eine letzte Chance zu geben, aber die Zeit ist nun abgelaufen.

Die Herausforderungen des Kapitäns

Über die Jahre hat Scheriau keinen gültigen Vertrag für die Anlegestelle am rechten Donauufer erhalten. Die Verhandlungen mit dem Hafen Wien scheiterten, weil er keine Versicherung für seine Schiffe finden konnte. Komischerweise hat das Schicksal noch einen weiteren Streich gespielt: Sowohl Scheriaus Fähre als auch ein weiteres Schiff sind kürzlich gesunken, und die Bergungskosten belaufen sich auf stolze 30.000 Euro. Davon kann man sich kaum erholen!

Scheriau ist besorgt, dass die Auflösung des Vertrags nicht nur das Ende seiner Fähre bedeutet, sondern auch weitreichende Konsequenzen für seine Schiffe haben könnte. Ein Sachverständiger der MA 45 prüft gerade den Zustand seiner Flotte. Das alles ist für Scheriau ein emotionales Auf und Ab, und die rechtlichen Schritte, die viadonau sich vorbehält, könnten das Ganze noch komplizierter machen.

Ein Blick in die Zukunft

Während sich die Wogen auf der Donau glätten, stehen die Wiener und Touristen vor einer neuen Herausforderung: die bevorstehenden Fahrplanänderungen, die am Donnerstag, den 23. Oktober 2025, wirksam werden sollen. Diese Anpassungen sind notwendig aufgrund von Niedrigwasser, und sie betreffen nicht nur die Fähren in Wien, sondern auch die beliebten Routen in der Wachau. Die Abfahrten von Wien / Schwedenplatz und Wien / Reichsbrücke werden neu strukturiert – die genauen Zeiten sind bereits veröffentlicht.

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Wer also die Schönheit der Wachau erleben möchte, kann sich auf die neuen Zeiten freuen. Einzelfahrten von Krems nach Dürnstein kosten € 23,00, und die Rückfahrt ist für € 26,00 zu haben. Wenn das kein Grund ist, die Donau zu besuchen! Damit bleibt die Wasserstraße ein wichtiger Teil der Wiener Lebensqualität – auch wenn wir uns jetzt von Kapitän Scheriau und seiner Fähre verabschieden müssen.

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