Heute ist der 28.05.2026 und es gibt Neuigkeiten aus der Klinik Landstraße, die in letzter Zeit für Gesprächsstoff sorgt. Viele Leserinnen und Leser haben sich über die Portionsgrößen in den Wiener Pflegeheimen und Spitälern beschwert. Zu klein, zu wenig – das sind die Schlagworte, die man oft hört. Doch wie sieht es tatsächlich mit der Verpflegung in der Klinik aus? Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass hier viel mehr passiert, als man auf den ersten Blick denken könnte.

Die Klinik Landstraße und der Wiener Gesundheitsverbund haben sich zu diesen Vorwürfen geäußert. Sie verteidigen ihren Speiseplan, der täglich 2.200 Portionen für Patientinnen, Mitarbeiterinnen und den Betriebskindergarten umfasst. Das klingt nach einer Menge, oder? Tatsächlich werden jährlich 51 Tonnen Gemüse – darunter 21 Tonnen Kartoffeln – und 38 Tonnen Obst verarbeitet. Das ist nicht nur eine Menge, sondern auch ein Zeichen für die große Bedeutung von Ernährung im Rahmen der Therapie und Genesung.

Gesunde Kost für alle Bedürfnisse

Besonders spannend ist der hohe Bio-Anteil von 46 Prozent in den Speisen. Die Diätologin Eva Russold erklärt, dass die Speisepläne individuell auf die speziellen Bedürfnisse der Patientinnen abgestimmt werden, sei es nach einer Operation oder bei Erkrankungen wie Schlaganfall oder Krebs. Hier wird niemand übersehen! Die Küche und die Diätologie arbeiten Hand in Hand, um rund 30 verschiedene Kostformen zu kreieren, die auch spezielle Ernährungsweisen wie vegetarisch oder vegan berücksichtigen. Allergien und Unverträglichkeiten? Auch die werden in die Planung einbezogen.

Die Speisepläne sind für einen Zeitraum von fünf Wochen ausgelegt und garantieren nicht nur medizinische, sondern auch individuelle Bedürfnisse. Sicherlich ein großer Pluspunkt, der zeigt, dass hier Wert auf Qualität gelegt wird. Tägliche Qualitätskontrollen durch Diätologinnen vor der Auslieferung sorgen dafür, dass das Essen nicht nur gut aussieht, sondern auch gut schmeckt. Und mit der Einführung fleischfreier Tage in der Woche und neuen vegetarischen Gerichten wird der Gemüseanteil noch weiter erhöht. Ein Schritt in die richtige Richtung, finden viele.

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Nachhaltigkeit. Die Klinik nutzt ein Analyse-Tool, um rund 3.700 Lebensmittelartikel im Wiener Gesundheitsverbund auszuwerten. Diese Daten helfen, einen nachhaltigen Einkauf zu gewährleisten und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Denn wie eine Analyse zeigt, sind die Kosten und die CO2-Emissionen für Fleisch im Vergleich zu Gemüse deutlich höher. Der Wiener Gesundheitsverbund hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, den Fleischkonsum zu reduzieren und den Anteil an vegetarischen Speisen auszubauen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In einem größeren Kontext betrachtet, ist die Essensversorgung in Pflegeeinrichtungen zentral für die Zufriedenheit und Gesundheit der Bewohner. Ein neues Gemeinschaftsprojekt namens „KidZ – Köstlich in die Zukunft“ zielt darauf ab, eine gesunde und klimagerechte Verpflegung in Pflegeeinrichtungen zu fördern. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit setzen sich dafür ein, dass die Verpflegung nicht nur gesund ist, sondern auch die Gemeinschaft stärkt und Mangelernährung im Alter vorbeugt.

Ein bewegendes Thema, das die Gemüter erhitzt und gleichzeitig die Weichen für eine gesunde Zukunft stellt. Die Diskussion über die Essensportionen in der Klinik Landstraße ist nur ein Teil eines viel größeren Bildes, das zeigt, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung für alle ist. Und wer weiß, vielleicht wird in naher Zukunft die Zufriedenheit der Patient*innen noch mehr in den Vordergrund rücken. Ein Appell an alle, die Verantwortung tragen – es gibt immer Raum für Verbesserungen!