Heute ist der 21.06.2026, und während sich die Sonne über der Inneren Stadt Wien zeigt, wird man nicht umhin kommen, die besonderen Räume und Orte zu bemerken, die Frauen immer mehr für sich beanspruchen. In einer Stadt, in der die Stadtplanung jahrzehntelang von Männern geprägt wurde, ist es höchste Zeit, dass die Stimmen der Frauen gehört werden. Sabina Riss, Architektin, macht in diesem Zusammenhang auf wichtige Punkte aufmerksam. Sie hebt hervor, dass Frauen nicht nur eine homogene Gruppe darstellen; ihre Bedürfnisse sind so vielfältig wie ihre Lebenssituationen – egal ob Schülerin, junge Mutter, Berufstätige oder Pensionistin. Und das ist auch gut so!

Ein zentrales Thema, das Riss anspricht, ist die unbezahlte Sorgearbeit, die österreichische Frauen im Durchschnitt vier Stunden und 15 Minuten täglich leisten – fast doppelt so viel wie Männer. Das ist nicht nur ein statistischer Wert, sondern beschreibt das tägliche Leben vieler Frauen, die Kinder zur Schule bringen, sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern und gleichzeitig versuchen, alles unter einen Hut zu bringen. Die Wege, die sie dabei zurücklegen, sind oft komplex und fordernd.

Räume für Frauen

In diesem Kontext wird klar, dass es mehr braucht als nur Straßenbeleuchtung und Frauenparkplätze. Riss fordert kurzweilige Wege, Sitzgelegenheiten, Schatten und öffentliche Toiletten – alles Dinge, die einen Raum für Sicherheit und Entspannung schaffen können. Und das ist nicht nur Theorie: Immer mehr Angebote in Wien berücksichtigen die Lebensrealität von Frauen. Angelika Kittel plant beispielsweise, ihr ehemaliges Yoga-Studio in einen Female Space umzuwandeln. Ein Ort, an dem Frauen sich öffnen und finden können, mit Workshops und gemeinsamen Aktivitäten. Das klingt nach einem wunderbaren Treffpunkt, um sich auszutauschen und neue Freundschaften zu schließen.

Die Idee des Ladies Circle ist da nicht weit entfernt. Katharina Skalnik, Präsidentin des Ladies Circle, hat diesen Kreis ins Leben gerufen, um Frauen zwischen 18 und 45 Jahren eine Plattform zu bieten, wo Freundschaften und gemeinsame Projekte im Fokus stehen – und nicht etwa berufliche Vorteile. Hier geht es um Vernetzung, um soziale Kontakte, um Engagement außerhalb der eigenen Blase. Das ist eine erfrischende Perspektive, die zeigt, wie wichtig solche Gemeinschaften für viele Frauen sind.

ChickLit als Begegnungsort

Und dann gibt es da noch die feministische Buchhandlung ChickLit, betrieben von Paula Bolyos und Jenny Unger. Hier wird feministische Literatur nicht als Nische betrachtet, sondern es gibt einen Raum für Diskussionen über Gewalt gegen Frauen, Rollenbilder und LGBTQ+-Themen. Die Buchhandlung zieht ein diverses Publikum an – junge Frauen, queere Personen und Männer, die sich für feministische Themen interessieren. Ein Ort der Akzeptanz, des Austauschs und der Offenheit. Komischerweise wird man in diesem Bereich oft überrascht, wie viel Interesse und Engagement tatsächlich besteht.

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Die Betreiberinnen sind überzeugt, dass Einrichtungen wie ChickLit, der Ladies Circle und die Female Spaces weiterhin gefragt sein werden. Es gibt einen unverkennbaren Trend: Frauen suchen nach Orten, an denen sie sich sicher und wohlfühlen können, wo sie ihre Erfahrungen teilen und sich gegenseitig unterstützen.

In einer Stadt wie Wien, die so reich an Geschichte und Kultur ist, wird es immer wichtiger, dass Frauen die Möglichkeit haben, ihre eigenen Räume zu schaffen. Die Veränderungen, die jetzt stattfinden, sind nicht nur schön anzusehen, sie sind auch von Bedeutung. Denn letztendlich geht es darum, dass Frauen die Freiheit haben, sich zu entfalten und ihre Stimmen zu erheben. Und das ist erst der Anfang!

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