Im Herzen von Wien, genauer gesagt in Hietzing, blüht Vielfalt in der Gesundheitsversorgung. Der Wiener Gesundheitsverbund, ein wahrer Schmelztiegel mit über 30.000 Mitarbeiterinnen aus mehr als 90 Nationen, hat sich dem Ziel verschrieben, eine diversitätssensible Versorgung zu bieten. Das war besonders deutlich im Mai, dem Europäischen Monat der Vielfalt, wo man sich intensiv mit den Bedürfnissen aller Patientinnen auseinandersetzte. So wurden nicht nur spezielle Angebote präsentiert, sondern auch ein echtes Zeichen für Inklusion gesetzt.
In der Klinik Hietzing beispielsweise wird eine einzigartige stationäre Sozialpsychiatrie für Menschen mit Behinderungen angeboten. Hier wird auf intellektuelle Beeinträchtigungen und psychische Erkrankungen eingegangen. Die Klinik Favoriten hat eine spezielle Ambulanz für das Down-Syndrom, die von einem interdisziplinären Team aus Medizin, Psychologie und Sozialer Arbeit begleitet wird – ein echter Lichtblick für viele Familien! Und für die Feinschmecker unter den Patientinnen gibt es in der Klinik Landstraße gleich 30 verschiedene Kostformen, die nicht nur medizinische Anforderungen, sondern auch persönliche Vorlieben und religiöse Essensregeln respektieren. Das ist doch mal ein Grund mehr, sich auf das Essen im Krankenhaus zu freuen!
Ein ganzheitlicher Ansatz
Die Klinik Ottakring bietet eine Ambulanz für Migrationsmedizin, die besonders für Kinder gedacht ist. Hier wird nicht nur die Erstabklärung gemacht, sondern auch Unterstützung im neuen Gesundheitssystem geboten. Es ist beeindruckend zu sehen, wie diese Einrichtungen die Vielfalt nicht nur akzeptieren, sondern aktiv fördern. Um die Diversitätskompetenz der Mitarbeiterinnen weiter zu stärken, gibt es zudem Fort- und Weiterbildungen zu diversen Themen.
Und als ob das nicht schon genug wäre, wurde der Diversitätsmonat von dem Podcast KLINIKKOSMOS begleitet. Hier wurden spannende Themen wie Dermatologie für People of Color und roboterassistierte Eingriffe behandelt. Das zeigt, wie wichtig es ist, auch über den Tellerrand hinauszuschauen und verschiedene Perspektiven in die Gesundheitsversorgung einzubringen.
Auf dem Weg zu einem inklusiven Gesundheitswesen
Am 18. Oktober 2023 fand die Auftaktveranstaltung für einen Aktionsplan statt, der ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen zum Ziel hat. Bis Dezember 2023 konnten Ideen und Maßnahmen beim Bundesministerium für Gesundheit eingereicht werden. Im Frühjahr 2024 ist dann eine Reihe von Fachgesprächen mit Betroffenenverbänden, Organisationen sowie Vertretern der Länder und Kommunen geplant. Der Entwurf des Aktionsplans wird auf Basis dieser Vorschläge erstellt und anschließend zur Stellungnahme gegeben. Bis 16. August 2024 hatten Verbände die Möglichkeit, ihre Rückmeldungen einzubringen. Die aktuellen Stellungnahmen werden nun bearbeitet.
Am 2. Dezember 2024 wird der Aktionsplan schließlich an Jürgen Dusel, den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, und Verena Bentele, die Sprecherin des Deutschen Behindertenrats, übergeben. Die Organisation dieser Fachgespräche erfolgt in enger Abstimmung mit einem Steuerungskreis, der verschiedene Beauftragte und den Deutschen Behindertenrat umfasst. Es ist in der Tat spannend zu sehen, wie sich die Dinge entwickeln und wie viel Engagement in die Schaffung eines wirklich inklusiven Gesundheitswesens gesteckt wird.
Die Rolle der Datenerfassung
Im Zuge all dieser Bemühungen spielt auch die Datenerfassung eine wichtige Rolle. Mit dem Dienst Matomo werden Kennzahlen zur Webanalyse erfasst, um das Angebot stetig zu verbessern. Dabei werden Daten wie IP-Adresse, Gerätetyp und Verweildauer anonymisiert erfasst. Einmal anonymisiert, werden diese Informationen für 90 Tage gespeichert, bevor sie gelöscht werden. So wird sichergestellt, dass die Privatsphäre der Nutzenden gewahrt bleibt, was in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist.
Die Kombination aus diversitätssensibler Versorgung, fortschrittlichen Ideen und einem klaren Fokus auf Inklusion zeigt, dass Wien auf dem richtigen Weg ist. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Entwicklungen rund um die Gesundheitsversorgung weiter entfalten werden.