Heute ist der 3.06.2026 und in Hietzing brodelt es – und das nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen! Bei der jüngsten Bezirksvertretungssitzung wurde ein heikles Thema angeschnitten, das den Naturfreunden unter uns ganz besonders am Herzen liegt: die Flächenwidmung rund um das Naturdenkmal Napoleonwald. Man könnte meinen, das ist ein bisschen wie ein Drahtseilakt zwischen Naturschutz und Baurecht – und genau das ist es auch!
Die Bezirksvertretung hat sich zusammengefunden, um über besorgniserregende Fehler bei der Flächenwidmung von 2019 zu diskutieren. Dabei kam heraus, dass die Grenzen des Naturdenkmals möglicherweise nicht korrekt berücksichtigt wurden. Ein erheblicher Fauxpas, den die Stadt Wien nun dringend neu bewerten soll. Der ÖVP-Klub hat sich zusammen mit den Grünen und der FPÖ zusammengetan und einen Resolutionsantrag eingebracht. Der Inhalt? Es soll geprüft werden, ob der bestehende Baubescheid für das Grundstück weiterhin Bestand haben kann. Man fragt sich, wie so etwas überhaupt passieren kann!
Ein breiter Konsens für den Naturschutz
Besonders die Einschätzungen der Volksanwaltschaft, die auf unvollständige oder fehlerhafte Grundlagen hinweisen, haben für Aufregung gesorgt. So wurde ein weiterer Antrag zur Aufhebung der Baulandwidmung im Bereich des Naturdenkmals durch eine breite Allianz aus Grünen, ÖVP, FPÖ und sogar der KPÖ eingebracht. Die Stadt Wien wird gebeten, die Schritte zur Rückwidmung der Liegenschaft Jaunerstraße 5/Felixgasse 6 in ein Grün- bzw. Schutzgebiet zu prüfen. Das klingt schon fast nach einer kleinen Revolution im Bezirk!
In den Wortmeldungen der Sitzung wurde eine eklatante Diskrepanz zwischen den Interessen des Naturschutzes und der Flächenwidmung deutlich. Der FPÖ-Bezirksrat Georg Heinreichsberger hat sogar eine umfassende rechtliche und historische Aufarbeitung gefordert – und das ist auch nicht von der Hand zu weisen! ÖVP-Klubobmann Harald Mader warnte vor einem möglichen Präzedenzfall für ähnliche Fälle im Stadtgebiet. Man könnte sagen, das Thema ist heißer als das Wetter draußen.
Die Stimmen der Politiker
Die Diskussion führte zu einem breiten Konsens unter den Mitgliedern der Bezirksvertretung, dass die historische und rechtliche Situation des Napoleonwalds neu geprüft werden müsse. Und tatsächlich wurden beide Anträge einstimmig angenommen! Wie oft sieht man das schon? Es ist fast schon erfrischend, wenn sich die Parteien zusammenraufen, um für die Natur zu kämpfen. Die Stadt Wien ist nun gefordert, die rechtliche Bestandssituation zu evaluieren und mögliche Schritte zur Korrektur der Flächenwidmung zu prüfen. Das bleibt spannend!
Hietzing steht also vor einer wichtigen Weichenstellung. Es bleibt abzuwarten, wie die Stadt Wien auf diese Forderungen reagieren wird und ob es tatsächlich zu einer Rückwidmung kommt. Der Napoleonwald, ein Stück Natur mitten in der Stadt, könnte bald wieder in seiner ursprünglichen Form erstrahlen, wenn die Verantwortlichen den Mut haben, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Man kann nur hoffen, dass der Schutz unserer natürlichen Schätze nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt.