Heute ist der 20.05.2026 und im schönen Floridsdorf tut sich was. Die Bezirksvorsteher Georg Papai und Marcus Franz haben die Initiative ergriffen – und zwar nicht mit leeren Worten. Sie starten eine Bürgerinitiative für mehr Polizei in Wien. Der Grund? Der Personalmangel in der Exekutive ist längst kein Geheimnis mehr. Die beiden Bezirkschefs vertreten die Interessen von über 413.000 Menschen, die sich mehr Sicherheit in ihrem Alltag wünschen. Auf dem Franz-Jonas-Platz wird sogar ein Pappkamerad in Polizeiuniform aufgestellt. Ein bisschen provokant, aber hey, manchmal muss man eben mit Humor an die Sache herangehen.

Wie sieht es denn aktuell mit den Polizeizahlen aus? Na ja, die Bilanz ist eher ernüchternd. Der österreichische Durchschnitt liegt bei 333 Beamten auf 100.000 Einwohner. In Favoriten sieht’s düster aus: 319 Polizisten für über 223.000 Einwohner, wobei nur rund 300 tatsächlich im Dienst sind. Floridsdorf hat es auch nicht besser – dort stehen gerade mal 177 Beamte für 189.500 Einwohner bereit. Das ist nicht nur ein Zahlenproblem, sondern hat auch Auswirkungen auf den Alltag der Menschen. Lärmerregungen? Verkehrsverstöße? Da sind oft die Hände gebunden.

Politik unter Druck

Die Kritik richtet sich vor allem an Innenminister Gerhard Karner von der ÖVP. Papai und Franz sind entnervt – seit 13 Jahren gibt es leere Versprechen von verschiedenen Innenministern. Bei den Bürgern kommt das nicht gut an. Es ist ja nicht so, dass Wien untätig geblieben ist. Es wurden bereits Maßnahmen ergriffen, um die Polizei zu unterstützen, so etwa die Übernahme von Pass- und Meldewesen. Dennoch: Aus Sicht der beiden Bezirksvorsteher ist das nicht genug. Sie fordern einen verbindlichen Aufteilungsschlüssel, der sich an der tatsächlichen Einwohnerzahl orientiert, mehr Transparenz bei der Zählung der Beamten und ein gesetzliches Verbot von Personal-Unterständen, um Schönfärberei zu vermeiden.

Und während die Bürgerinitiative Fahrt aufnimmt, gibt es auch ein Volksbegehren, das am 16. Jänner 2026 ins Leben gerufen wurde – mit dem Titel „Polizei – kritischer Personalmangel“. Der Eintragungszeitraum beginnt am 15. Juni und endet am 22. Juni 2026. Bis dahin müssen mindestens 500 Unterschriften von österreichischen Staatsbürgern gesammelt werden, damit das Parlament die Polizei-Notlage behandelt. Das Volksbegehren prangert an, dass die Polizei seit Jahren systematisch ausgedünnt wird und fordert eine Erhöhung der Exekutive um mindestens 25%. Auch eine leistungsgerechte Entlohnung steht auf der Agenda – denn gute Arbeit soll auch gut bezahlt werden.

Ein Blick in die Zukunft

Bevollmächtigter dieses Volksbegehrens ist Walter Strallhofer, unterstützt von einem Team, das sich aus Claudia Lechner, Martin Noschiel, Hartmut Schmid und Jürgen Grill zusammensetzt. Die Dringlichkeit dieser Themen lässt sich nicht leugnen – die Menschen in Wien und ganz Österreich spüren die Auswirkungen des Personalmangels in ihrem täglichen Leben. Von den leeren Versprechungen der Politik sind sie mehr als genug. Die Zeit ist reif für Veränderungen, und die Bürgerinitiative könnte tatsächlich der erste Schritt in eine bessere Richtung sein. Ob sich die Politik dem Druck beugen wird? Das bleibt abzuwarten.

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