Heute ist der 1.06.2026 und in Floridsdorf brodelt es an der Basis! Die Bezirksvorsteher Georg Papai aus Floridsdorf und Marcus Franz aus Favoriten haben eine Initiative gestartet, die viele Wienerinnen und Wiener bewegen könnte: „Gerechtigkeit und noch mehr Sicherheit für Wien – faire Polizei-Personalverteilung in ganz Österreich“. Mit dieser Aktion wollen sie mehr Polizeipräsenz in ihren Vierteln erreichen, die zusammen über 413.000 Menschen repräsentieren. Ein echtes Anliegen, wenn man bedenkt, wie oft man sich in den letzten Jahren über die sichtbare Abwesenheit von „Freunden und Helfern“ beschwert hat.

Am Franz-Jonas-Platz wird fleißig Unterschriften gesammelt. Die Bürgerinitiative hat bereits viele Unterstützer gefunden. Marcus Franz, der schon seit über 13 Jahren für mehr Polizisten in Favoriten kämpft, lässt kein gutes Haar an den leeren Versprechungen der Innenminister – und das, obwohl in Favoriten momentan nur rund 300 von 319 Planstellen besetzt sind. In Floridsdorf schaut es ähnlich aus: Von 248 Planstellen sind nur 177 tatsächlich besetzt. Da bleibt einem doch die Spucke weg! Es ist nicht nur ein Zahlenproblem; es geht um Sicherheit und das Gefühl der Geborgenheit in den eigenen vier Wänden.

Die Kernforderungen der Initiative

Die Initiative hat drei klare Kernforderungen formuliert, die sie nicht nur vortragen, sondern auch durchsetzen wollen:

  1. Ein verpflichtender und einheitlicher Verteilungsschlüssel basierend auf der tatsächlichen Einwohnerstärke.
  2. Mehr Transparenz bei der Zuteilung von Polizeikräften, wobei nur tatsächlich dienstverpflichtetes Personal berücksichtigt werden soll.
  3. Gesetzliche Sicherstellung, dass ein Personalunterstand unmöglich ist, um statistische Schönfärberei zu vermeiden.

Alexander Ackerl, ein weiterer Unterstützer, betont, dass ausreichend Polizeikräfte für ganz Wien unerlässlich sind. Schließlich hängt das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung maßgeblich von der Polizeipräsenz ab. Da kann man nur zustimmen! Die Diskussion um die Polizeistärke in den Bezirken läuft schließlich schon eine ganze Weile, und die Bürger sind es leid, auf leere Versprechungen zu warten.

Der Weg ins Parlament

Nach Abschluss der Unterschriftenaktion werden die gesammelten Dokumente der Parlamentsdirektion zur Prüfung übergeben. Um das Thema im Parlament behandeln zu lassen, sind mindestens 500 Unterschriften von österreichischen Staatsangehörigen erforderlich. Ein ambitioniertes Ziel, aber mit der breiten Unterstützung, die die Initiative erhält, könnte das durchaus machbar sein. Die Gespräche mit den Bürgern zeigen, dass viele hinter dieser Forderung stehen. Immer wieder wird deutlich: Die Menschen wünschen sich mehr Sicherheit und ein starkes Polizei-Team, das für sie da ist.

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Vielleicht wird es ja endlich Zeit, dass diese Anliegen auch von der Politik gehört werden. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sollte wirklich ein offenes Ohr für die Sorgen der Bevölkerung haben! Gerade in Zeiten, in denen Lärmerregungen und Verkehrsverstöße zunehmen, ist eine starke Polizeipräsenz wichtiger denn je. Die Stadt Wien hat zwar bereits einige Schritte unternommen, um die Exekutive zu entlasten – wie etwa die Übernahme des Pass- und Meldewesens – doch das ist nur ein Anfang.

Das Echo auf die Initiative ist jedenfalls vielversprechend. Wenn die Bürger zusammenstehen, kann man einiges bewegen. Und wer weiß, vielleicht erleben wir bald mehr „Freunde und Helfer“ in unseren Straßen. Es bleibt spannend, wie sich die Unterschriftensammlung entwickeln wird und ob die Anliegen endlich Gehör finden. Denn eines ist klar: Sicherheit ist kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis.