Heute ist der 8.07.2026 und das Amalienbad in Wien feiert seinen 100. Geburtstag! Ein ganz schön stattliches Alter, wenn man bedenkt, dass es 1926 eröffnet wurde, um den Menschen im Arbeiterbezirk Favoriten einen Zugang zu Hygiene zu verschaffen. Das Bad wurde als „Luxusbad“ konzipiert, eine echte Oase für die breite Masse, die oft kein eigenes Bad zu Hause hatte. Ein großes Vorhaben, das damals vom Wiener Gemeinderat ins Leben gerufen wurde – 20 neue Badeanstalten sollten in Wien entstehen, und das Amalienbad war eine davon.

Mit einem Sportbecken, Sprungbrett, Tribünen, einem Kinderbecken und einem Glasdach verspricht das Amalienbad seit jeher Spaß und Erholung. Im ersten Jahr zog es über 1,1 Millionen Badegäste an! Eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie sehr die Wiener die Möglichkeit schätzen, sich in einem solch großzügigen Ambiente zu erfrischen. Heutzutage, fast ein Jahrhundert später, hat sich das Bad zwar verändert, aber seine Beliebtheit ist ungebrochen – auch wenn es bis zum 2. August in Sommerpause ist.

Ein Schatten über der Feier

Doch die Feierlichkeiten zum Jubiläum werden von tragischen Vorfällen überschattet. Letztes Jahr erlebten eine Gruppe von Frauen während einer Geburtstagsfeier in der gemischten Sauna des Amalienbades zwei sexuelle Übergriffe. Ein Mann, der sich neben die Frauen setzte, begann, sich zu belästigen – ein Erlebnis, das bei den Frauen tiefen Schock hinterließ. Sie waren nicht nur von dem Verhalten des Mannes betroffen, sondern auch von der unzureichenden Reaktion des Personals, das nur einen Hinweis an den Mann gab und auf die gemischte Sauna verwies. Was für ein ernüchternder Moment! Die betroffenen Frauen haben ein Recht darauf, sich in einem öffentlichen Bad sicher zu fühlen.

Die Wiener Bäderverwaltung (MA 44) zeigte sich in einem Antwortschreiben zerknirscht und verurteilt die Vorfälle. Es wurden Schulungen und interne Gespräche angekündigt, um sicherzustellen, dass so etwas nicht wieder passiert. Das ist unbedingt notwendig, denn jeder Mensch sollte das Recht haben, einen Ort der Erholung ohne Angst vor Belästigungen zu besuchen.

Ein Blick in die Vergangenheit und die Zukunft

Trotz dieser dunklen Schatten bleibt das Amalienbad ein wichtiger Teil der Wiener Badekultur. Von seiner Eröffnung bis hin zu den Herausforderungen, die es im Laufe der Jahre meistern musste – darunter die schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg und die umfassende Generalsanierung in den 1980er-Jahren – hat sich das Bad stets weiterentwickelt. Und mit dem geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit könnte es vielleicht einen neuen, besseren Weg einschlagen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Das Amalienbad, benannt nach Amalie Pölzer, der ersten Frau im Wiener Gemeinderat, steht symbolisch für den Wandel und die Herausforderungen, die mit der Zeit kommen. So sehr es auch gewachsen ist, bleibt es ein Ort, wo die Menschen zusammenkommen, um zu entspannen und zu genießen – und das sollte auch in Zukunft so bleiben.

Mit der Umstellung auf VeloCore vereint unser Magazin herausragende Performance und konsequente Barrierefreiheit. Schnelle Ladezeiten und optimale Core Web Vitals treffen auf eine vollständige WCAG-2.1- und BITV-2.0-konforme Umsetzung – realisiert durch Daniel Wom ohne Kompromisse.