Heute ist der 2. Juni 2026 und in Wien-Donaustadt steht ein aufregendes Event bevor. Der Weltfahrradtag wird am Dienstag um 14.30 Uhr gefeiert, und das ganz in der Wagramer Straße bei der UNO-City. Da haben sich etwa 300 Fahrradbegeisterte angemeldet, um gemeinsam auf die Straße zu gehen. Die Raddemo führt über die Reichsbrücke, vorbei an der Lassallestraße, dem Praterstern und weiter über die Praterstraße bis zur Augartenbrücke. Einmal quer durch die Stadt, um den Radverkehr in den Fokus zu rücken!
Die Route ist nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit und Sicherheit für Radfahrer:innen in Wien. Gegen 17 Uhr wird die Veranstaltung am St.-Elisabeth-Platz ihren Höhepunkt erreichen. Doch aufgepasst, wer mit dem Auto unterwegs ist! Der ÖAMTC warnt vor Staus und temporären Straßensperren entlang der Strecke. Pendler:innen sollten sich auf längere Wartezeiten einstellen. Eine praktische Alternative? Die U-Bahn ist eine empfehlenswerte Umgehung, um den Verkehrschaos zu entfliehen.
Aktiv für eine bessere Radinfrastruktur
Doch das ist nicht alles, was Wien in Sachen Radfahren zu bieten hat. Im Jänner 2026 wurde die Petition „Steinitzsteg muss bleiben!“ eingereicht. Wer hätte gedacht, dass innerhalb einer Woche die nötigen 500 Unterstützungserklärungen erreicht werden könnten? Alle über 16 Jahre mit Hauptwohnsitz in Wien können die Petition online mit ID Austria unterstützen. Und am 6. März 2026 wird eine Aktion von „Radeln For Future“ unter dem Motto „Fairness jetzt!“ stattfinden, um auf die Notwendigkeit eines sicheren Radwegenetzes hinzuweisen. Ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft!
Vorher, am 6. Februar 2026, wird es eine weitere Aktion geben, die sich mit der Luftverschmutzung im Winter beschäftigt. Unter dem Motto „Frischluft jetzt!“ soll eine Verkehrswende gefordert werden. Und nicht zu vergessen: Kidical Mass und Radlobby haben eine Petition gestartet, die ein besseres Schulumfeld für Kinder fordert. Autofreie Schulvorplätze und Fahrradkurse stehen dabei ganz oben auf der Liste. Wie wichtig das ist, zeigt auch die Gedenkfahrt am 5. Dezember 2025, bei der knapp 100 Personen für die im Straßenverkehr getöteten Radfahrenden und Zufußgehenden auf die Straße gingen.
Eine Stadt mit Visionen
Wien hat sich im Jahr 2025 viel vorgenommen. Die Radwegoffensive umfasste 53 Projekte und mehr als 20 Kilometer neue Radinfrastruktur im Hauptradwegenetz. Über 7 Kilometer wurden in den Bezirksnetzen realisiert. Insgesamt investierte die Stadt 57 Millionen Euro in den Ausbau der Radwege. Das ist ein starkes Zeichen für die Zukunft! Im Jahr 2025 bestand 70 % der neuen Radverkehrsinfrastruktur aus baulich getrennten Radwegen und 25 % aus Fahrradstraßen. Das Ziel ist klar: Radfahren soll sicherer und attraktiver werden.
736 Grünpfeile für Radfahrer:innen wurden installiert – ein echtes Highlight, um das Abbiegen bei Rot zu erleichtern. Auch die Mobilitätsagentur Wien hat in 2025 ganze Arbeit geleistet und über 35.000 Kinder und Schüler:innen mit kostenfreien Radkursen erreicht. Neue Grätzlräder wurden eingeführt, um kostenlos Transportfahrräder auszuleihen. Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran!
Die neue Fahrradstraße in der Seeböck- und Geblergasse verbindet Bildungseinrichtungen in Ottakring und Hernals, während in Hietzing eine 1,1 Kilometer lange Fahrradstraße in der Auhofstraße entstanden ist. Der Donaukanal wurde umgestaltet, um eine neue Uferpromenade und einen Zwei-Richtungsradweg zu schaffen. So wird das Radfahren in Wien nicht nur sicherer, sondern auch schöner!
Mit all diesen Initiativen und Aktionen zeigt Wien, dass es bereit ist, in eine nachhaltige Zukunft zu investieren. Der Weltfahrradtag ist nur eines von vielen Zeichen, dass der Radverkehr hier nicht nur ein Trend, sondern ein wichtiger Bestandteil des urbanen Lebens ist. Auf die Räder, fertig, los!