Am Samstag, den 6. Mai, herrschte auf der Donauinsel ein munteres Treiben, das sich schnell in ein Chaos verwandelte. Etwa 30 vermummte E-Scooter-Fahrer sorgten für einen größeren Polizeieinsatz, als sie gegen 16 Uhr im Bereich Wehr 1 aufeinandertrafen. Man konnte die Jugendlichen förmlich spüren – voller Energie und mit einem Hauch von Rebellion in der Luft. Doch der Spaß währte nicht lange, denn die Polizei wurde alarmiert und kam schnell am Einsatzort an.
Was folgte, war ein regelrechter Sprint für die Jugendlichen. Rund 40 bis 50 von ihnen rasten rücksichtslos auf ihren E-Scootern durch die Gegend und flüchteten, als die Beamten eintrafen. Sechs von ihnen konnten jedoch gestoppt werden. Die Gruppe hatte über soziale Medien ihre gemeinsame Route in Richtung Lobau koordiniert – eine Art digitales Versteckspiel, das nicht ganz nach Plan verlief. Die Polizei erstattete Anzeigen wegen fehlender Zulassung laut Kraftfahrgesetz und gleich drei weiteren Verstößen der Straßenverkehrsordnung (StVO), darunter die Entziehung der Anhaltung und das Gefährden anderer Verkehrsteilnehmer.
Ein gefährlicher Folgetag
Am nächsten Tag, dem 10. Mai, wurde im gleichen Bereich ein Streifenauftrag angeordnet, um die Situation zu entschärfen. Doch das brachte wenig Ruhe – es kam zu zwei Verkehrsunfällen mit E-Scootern. Ein Rollerlenker wurde sogar verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Das ist schon ein ziemlich besorgniserregender Trend, der da entsteht. Wieder wurden Anzeigen im Verkehrsbereich erstattet und ein Organmandat ausgestellt. Man fragt sich, wo das alles hinführen soll.
Die Schilderungen des Vorfalls zeigen deutlich, wie wichtig es ist, sich an Verkehrsregeln zu halten, insbesondere bei den immer beliebteren E-Scootern. Es ist kein Geheimnis, dass diese kleinen Flitzer einen gewissen Nervenkitzel bieten, aber Sicherheit sollte an erster Stelle stehen. Die Polizei hat in diesem Fall deutlich gemacht, dass solche rücksichtslosen Fahrten nicht toleriert werden und es Konsequenzen gibt. Bleibt nur zu hoffen, dass die Jugendlichen aus diesen Erfahrungen lernen und in Zukunft verantwortungsbewusster unterwegs sind.