In der Donaustadt, einem der lebhaftesten Bezirke Wiens, kam es zu einem skandalösen Vorfall, der die Nachbarschaft erschütterte. Am Montagabend wurde eine 24-Stunden-Betreuerin zur Hauptfigur eines dramatischen Streits, der mit körperlicher Gewalt endete. Die 41-Jährige, deren Verhalten durch einen hohen Alkoholpegel geprägt war – sie hatte beinahe drei Promille intus – griff den 70-jährigen Ehemann ihrer Klientin an. Der Vorfall fand gegen 22.45 Uhr statt, als die Betreuerin, offenbar nach einem ausgiebigen Konsum von Alkohol, in der Wohnung randalierte, Bierdosen umherwarf und schließlich körperlich wurde.

Der Sohn des Mannes, ein 45-Jähriger, kam ihm zur Hilfe, doch auch er musste die aggressive Ader der Betreuerin spüren. Diese bedrohte ihn mit gefährlichen Worten, die sinngemäß andeuteten, dass ihre Brüder ihm etwas antun würden. Es ist kaum zu fassen, dass eine Person, die im Dienst der Pflege steht, sich so verhalten kann. Nach der Auseinandersetzung wurde die Betreuerin vorläufig festgenommen und gleich mehrfach angezeigt. Zudem erging ein Betretungs- und Annäherungsverbot gegen sie. Die Vorwürfe gegen die Rumänin sind vielfältig und reichen von Lärmerregung bis hin zu Anstandsverletzung und aggressivem Verhalten. Auch ihre Aufenthaltsgenehmigung steht nun auf der Kippe.

Ein Blick auf die Hintergründe

Alkohol und Gewalt – ein Thema, das immer wieder für Gesprächsstoff sorgt. Eine Studie aus Äthiopien hat gezeigt, dass es weltweit eine besorgniserregende Häufung von Gewalt in Paarbeziehungen gibt, die oft mit dem Alkoholkonsum des Partners in Verbindung steht. Es sind nicht nur die individuellen Faktoren, die eine Rolle spielen, sondern auch gesellschaftliche Normen und der wirtschaftliche Status. Ein niedriger wirtschaftlicher Status kann zusammen mit einem hohen Alkoholkonsum zu einem explosiven Gemisch führen, das in Gewalt mündet. Die Betreuerin in Donaustadt scheint in diesem Fall nicht nur eine persönliche, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung zu tragen.

Die Experten empfehlen, die Risikofaktoren zu reduzieren – und das nicht nur in Äthiopien, sondern auch hier bei uns. Wer denkt schon daran, dass eine Pflegekraft, die im besten Interesse ihrer Klienten handeln sollte, sich in solch einem Zustand begeben kann? Es ist ein Weckruf, dass wir uns mit den Themen, die im Schatten unseres Alltags lauern, intensiver auseinandersetzen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle nicht zur Normalität werden und dass wir als Gesellschaft Wege finden, sowohl Alkoholmissbrauch als auch die damit verbundenen Gewaltspiralen zu stoppen.

Die Donaustadt hat an diesem Abend eine dunkle Seite gezeigt, die uns alle betrifft. Es bleibt zu wünschen, dass die Verantwortlichen aus diesem Vorfall lernen und die passenden Maßnahmen ergreifen, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden.

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