In der Brigittenau gibt es momentan große Aufregung um das Lorenz-Böhler-Spital, ein bekanntes Traumazentrum. Die Patientenanwaltschaft und der Patientenombudsmann der Ärztekammer haben die mangelhafte Kommunikation der AUVA scharf kritisiert. Das Spital, das als wichtiges Gesundheitszentrum gilt, muss vorübergehend geschlossen werden, um dringend nötige Sanierungsarbeiten durchzuführen. Der Grund ist ein unzureichender Brandschutz – ein Thema, das ja nicht gerade aus der Luft gegriffen ist, wenn man bedenkt, wie wichtig Sicherheit in Gesundheitseinrichtungen ist.

Die AUVA hat nach einem Runden Tisch mit Vertretern des Wiener Gesundheitsverbunds und der MedUni Wien bekanntgegeben, dass die Patienten in der kommenden Woche über Terminverschiebungen und Ersatztermine informiert werden sollen. Man kann sich vorstellen, dass die Verunsicherung unter den Patienten groß ist. Jelinek, der Wiener Pflege- und Patientinnenanwalt, hat das als massive Verunsicherung beschrieben, und ganz ehrlich, das kann man verstehen. Holzgruber, der Patientenombudsmann, sieht sogar eine fatale Minderversorgung und hat die AUVA scharf angeprangert. Da fragt man sich doch, wie es um die Kommunikation steht – denn die ist in solchen Zeiten besonders wichtig!

Brandschutz und Sicherheitskonzepte

Ein Entwurf für ein neues Sicherheitskonzept könnte darüber entscheiden, ob das Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus überhaupt weiter betrieben werden kann. Die AUVA wehrt sich gegen Vorwürfe, das Konzept absichtlich spät an die Baupolizei gesendet zu haben. Laut ihrer Aussage wird eine Schließung des Krankenhauses nicht erwartet. Ein Medienbericht hat aber angedeutet, dass eine Schließung Ende des Jahres möglich sein könnte. Das Sicherheitskonzept wurde bereits im Oktober 2023 an die MA 37 gesendet, und die Bestätigung des Antrags hängt nun vom Weiterbetrieb ab. Ein wenig wie ein Schachspiel, bei dem jeder Zug gut überlegt sein muss.

Die Überprüfung des Brandschutzes hat ergeben, dass das Spital einem 30-minütigen Brand nicht standhalten könnte – und das, obwohl es für längere Brände ausgelegt sein sollte. Das klingt nicht gerade beruhigend. Die Stadt Wien hat bereits mit einer Verwaltungsstrafe gegen die AUVA gedroht, die auf die Mitglieder des Verwaltungsrats verteilt werden soll. Man kann nur hoffen, dass hier schnell eine Lösung gefunden wird, denn die Gesundheit der Patienten muss immer an erster Stelle stehen. Die Überprüfung des Brandschutzes aller weiteren Gesundheitseinrichtungen der AUVA ist ebenfalls geplant. Ein Schritt in die richtige Richtung, könnte man sagen.

Die Bedeutung von Brandschutz in Gesundheitsinstitutionen

Brände in Krankenhäusern sind nicht nur ein technisches Problem, sondern sie können schwerwiegende Konsequenzen für die hilfsbedürftigen Patienten haben. Ein geeigneter Brandschutz ist also unerlässlich. Die Verantwortung für den betrieblichen Brandschutz liegt bei den Arbeitgebern und Führungskräften, und es gibt klare Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Von baulichem Brandschutz über anlagentechnischen Brandschutz bis hin zur organisatorischen Sicherheit – alles muss passen. Die Vorgaben sind klar: Brandabschnitte müssen feuerbeständig sein, Fluchtwege müssen vorhanden und gut markiert sein, und die Feuerwehr muss im Ernstfall sofort alarmiert werden können.

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Die Herausforderung für das Lorenz-Böhler-Spital könnte also nicht größer sein. Angesichts der Menge an hilfsbedürftigen Personen, die dort behandelt werden, ist die Sicherheit ein absolutes Must-Have. Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich die Situation entwickelt und ob die AUVA die nötigen Schritte unternimmt, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten. Hier bleibt nur zu hoffen, dass alle Beteiligten schnell an einem Strang ziehen, denn eines ist klar: Die Gesundheit und Sicherheit der Menschen dürfen nicht auf der Strecke bleiben.