In der Brigittenau tut sich was! Eine Petition zum Erhalt des Steinitzstegs für Rad- und Fußverkehr hat über 1.700 Unterstützer gefunden. Das zeigt, wie wichtig den Menschen hier eine sichere Verbindung über die Donau ist. Während die Nordbrücke ab März 2027 generalsaniert wird, soll der Steinitzsteg für den Autoverkehr genutzt werden – eine Lösung, die bei vielen auf wenig Begeisterung stößt. Radfahrer müssen dann umdenken, denn der Steinitzsteg wird ab 2028 für Rad- und Fußverkehr gesperrt. Ein bisschen unverständlich, wenn man bedenkt, wie viele Menschen täglich diesen Weg nutzen.

Doch die Stadt Wien hat bereits Alternativen parat! Die neuen permanenten Radwege über die Floridsdorfer Brücke werden errichtet und sollen den Radverkehr während der Sperre auffangen. Zwei-Richtungs-Radwege auf beiden Seiten der Brücke – das klingt nach einer praktischen Lösung! Und das Beste daran? Die Kosten für diese neuen Radwege teilen sich die Stadt und die Asfinag jeweils zur Hälfte. Ein echter Gewinn für alle Radler! Einzig die Kritiker der Sperre bemängeln den Umweg über den Wasserpark Floridsdorf. Höhenunterschiede und zusätzliche Zeit – das müssen die Radfahrer in Kauf nehmen.

Neue Radverbindung in Floridsdorf

Eine durchgehende Radverbindung vom Bezirksherz bis zum Gürtel wird durch die neuen Radwege ermöglicht. Der Radweg in der Adalbert-Stifter-Straße wird den bestehenden Radweg auf der Floridsdorfer Brücke mit dem neuen Radweg verbinden. Das klingt nach einem erfreulichen Fortschritt für die Radfahrenden in der Gegend! Nachts parken wird durch den Wegfall der Parkspur auch einfacher. Aber, und das ist wichtig zu wissen: Die Radquerung über die neuen Radwege dauert durchschnittlich 2,5 Minuten länger. Das ist zwar nicht die Welt, aber dennoch ein kleiner Nachteil.

Die Zeitplanung für die neuen Radwege ist noch offen, sie sollen jedoch vor der Sperre des Steinitzstegs 2028 fertiggestellt werden. Bis dahin müssen sich alle auf die veränderten Verkehrsregelungen während der Nordbrückensanierung einstellen, die in zwei Phasen erfolgen wird. Sicherheit geht vor, und deshalb kann der Steinitzsteg nicht für Rad- und Autoverkehr gleichzeitig genutzt werden. Ein zusätzlicher Brückenbau hätte zudem horrende Kosten von bis zu 90 Millionen Euro verursacht – so gesehen ist die Entscheidung nachvollziehbar.

Die Sicht der Mobilitätsagentur

Die Mobilitätsagentur Wien hat sich umfassend mit der urbanen Mobilität beschäftigt. In zahlreichen Berichten und Studien, unter anderem dem Mobilitätsreport 2019, wurde die Nutzung des Fuß- und Radverkehrs in Wien analysiert. Das Ergebnis? Die Menschen in Wien legen großen Wert auf sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer. Die Stadt hat bereits verschiedene Strategien zur Förderung des Radfahrens und des Zu-Fuß-Gehens entwickelt. Der Grundsatzbeschluss Radverkehr von 2013 zeigt, dass man hier auf einem guten Weg ist, auch wenn die Herausforderungen groß sind.

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Die Maßnahmen, die jetzt getroffen werden, sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Durch die neuen Radverbindungen wird das Radfahren in Floridsdorf attraktiver und sicherer. Das ist nicht nur gut für die Radfahrer selbst, sondern auch für die Umwelt. Schließlich trägt jede geradelte Minute zur Reduktion des Autoverkehrs und zur Verbesserung der Luftqualität bei. Und das ist etwas, worüber wir alle froh sein können!