Die Aida Kaffeehauskette, ein wahres Juwel der Wiener Kaffeekultur, hat Großes vor! Chef Dominik Prousek hat verraten, dass im nächsten Jahr eine neue Filiale am Wiener Flughafen eröffnet wird. Die Vorfreude ist groß, denn Aida ist nicht nur eine Institution, sondern auch die älteste Kaffeehauskette der Welt, die seit stolzen 113 Jahren in Wien beheimatet ist. 1920 gab es bereits fünf Aida-Filialen in der Stadt, und heute kann man die rosa-weißen Cafés nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und Saudi-Arabien finden.

Der Gründer, Josef Prousek, kam 1883 in Nordböhmen zur Welt. Nach seiner Ausbildung zum Zuckerbäcker und einer Zeit als Geselle bei einem Wiener Meister, übernahm er 1913 zusammen mit seiner Frau Rosa den Konditoreibetrieb Bonsaing. Die Umbenennung in Chocolaterie u. Gross-Konditorei „AÏDA“ Prousek & Co war der Anfang einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte. Übrigens, die charakteristische rosa Farbe ist nicht zufällig gewählt: Sie ist ein Liebesbeweis für seine Frau, Rosa.

Vom Kriegsalltag zur Kaffeekultur

Die Geschichte von Aida ist auch eine Geschichte der Anpassung. Vor dem Zweiten Weltkrieg betrieb die Kette bereits elf Filialen, und in der Nachkriegszeit erfüllte man Großaufträge für die Besatzungsmächte. So wurden unter anderem hunderte Torten für die Rote Armee produziert. Eine wahre Meisterleistung! 1948 wurde die Filiale in der Wollzeile in der Wiener Innenstadt wiedereröffnet und war die erste Café-Konditorei in Österreich, die mit einer Espressomaschine aufwartete.

Die Produktion der köstlichen Süßspeisen findet seit 1974 in Wien-Floridsdorf statt. Und das Beste? Die Leckereien, die in den Filialen in Deutschland und Saudi-Arabien verkauft werden, stammen ebenfalls aus Wien und werden schockgefroren ausgeliefert. Aktuell ist Aida an mehr als 40 Standorten in Österreich sowie in Berlin, München und Jeddah vertreten. Das Unternehmen plant sogar, bis 2027 einen dritten Standort am Flughafen Wien in Zusammenarbeit mit Lagardère Travel Retail zu eröffnen.

Ein Teil des Wiener Lebens

Die Wiener Kaffeehauskultur, die seit 2011 zum immateriellen Kulturerbe Österreichs gehört, hat Aida stark geprägt. Diese Kaffeehäuser sind nicht nur Orte für Getränke und Speisen, sondern auch für soziale Interaktion und kreative Entfaltung. Die Atmosphäre in einem Aida ist einfach einzigartig: Man kann sich zurücklehnen, die Zeitung aufschlagen und einfach das Leben genießen. Berühmte Kaffeehäuser wie das Café Griensteidl und das Café Central haben das Bild der Stadt mitgeprägt, und Aida ist da keine Ausnahme. In Wien gibt es derzeit 23 Aida-Filialen sowie zwei in Innsbruck und eine in Graz, Groß-Enzersdorf und am Flughafen Wien, die alle Teil dieser lebendigen Kultur sind.

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Es ist einfach faszinierend, was aus einer kleinen Konditorei im Alsergrund geworden ist. Josef Prousek hätte sich sicher nie träumen lassen, dass seine kleine Aida einmal über die Landesgrenzen hinaus so bekannt werden würde. Wenn man also das nächste Mal in einem der Aida Cafés sitzt und einen köstlichen Kuchen oder einen aromatischen Kaffee genießt, kann man sich sicher sein: Man schmeckt nicht nur die Tradition, sondern auch die Geschichte, die hinter jedem Bissen steckt.

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