Heute ist der 1. Mai 2026 und es ist ein großer Tag für den SCR Altach! Der Verein hat sich in der österreichischen Bundesliga etabliert und erreicht erstmals das Finale des ÖFB-Cups. Dieses besondere Ereignis findet im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt statt. Rund 21.000 Karten sind verkauft, darunter etwa 4.000 Fans aus Vorarlberg, von denen 800 in einem Sonderzug angereist sind. Die Vorfreude ist riesig, nicht nur bei den Spielern, sondern auch bei den treuen Anhängern des Vereins.
Der SCR Altach hatte bereits in der Saison 2016/17 auf sich aufmerksam gemacht, als sie unter Trainer Damir Canadi den vierten Platz belegten und sich somit für den Europacup qualifizierten. In den letzten Jahren hat der Klub jedoch nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich einen großen Schritt nach vorne gemacht. Präsident Werner Gunz hebt hervor, wie wichtig ein solides wirtschaftliches Fundament für den dauerhaften Verbleib in der Bundesliga ist. So wurden etwa 26 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert, wovon rund 17 Millionen aus eigenen Mitteln stammen. Dies zeigt den Fokus des Vereins auf nachhaltiges Wachstum statt auf kurzfristige Erfolge.
Der ÖFB-Cup: Ein traditioneller Wettbewerb
Der ÖFB-Cup, auch bekannt als UNIQA ÖFB Cup, hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1919 zurückreicht. Der Wettbewerb wird im K.-o.-System ausgetragen und umfasst 64 Teams in der Hauptrunde. Als Rekordsieger gilt der FK Austria Wien mit 27 Titeln, gefolgt von SK Rapid Wien mit 14 Titeln und dem FC Red Bull Salzburg mit 9 Titeln. Der Sieger des ÖFB-Cups qualifiziert sich für die UEFA Europa League, was den Wettbewerbsdruck zusätzlich erhöht.
Die letzte Trophäe wurde 2019 eingeführt und besteht aus 38 Bauteilen und verschiedenen Materialien. Die Medaillen werden an die Spieler beider Finalmannschaften vergeben, was den prestigeträchtigen Charakter des Wettbewerbs unterstreicht. Der erste Sieger des ÖFB-Cups war Rapid Wien, und die Begeisterung für den Wettbewerb hat sich über die Jahre hinweg gehalten, auch wenn sie in den letzten Jahrzehnten nur mäßigen Zuspruch fand.
Nachhaltige Investitionen und zukünftige Pläne
Für den SCR Altach ist der Gewinn des ÖFB-Cups nicht nur ein sportlicher Triumph, sondern auch ein weiterer Schritt in Richtung einer stabilen Zukunft. Die geschaffenen Strukturen und Einnahmen aus dem Cupfinale sollen für zukünftige sportliche Investitionen genutzt werden. Ein neuer Business-Bau auf 3.600 Quadratmetern vereint verschiedene Funktionen des Vereins und soll zusätzliche Einnahmen generieren. Zudem sind bis Frühjahr 2027 zwei zusätzliche Trainingsplätze in Planung, die dem Team die nötigen Trainingsbedingungen bieten sollen.
Die Vision des SCR Altach ist klar: Nachhaltigkeit steht an oberster Stelle. Der Klub hat in den letzten Jahren immer wieder am Limit agiert und hätte ohne Punkteteilung möglicherweise sogar zwei Mal absteigen müssen. Doch mit den richtigen Weichenstellungen und dem klaren Bekenntnis zu einem soliden wirtschaftlichen Fundament, sieht die Zukunft für den Verein rosig aus. Der heutige Cupfinale ist nicht nur das sportliche Highlight, sondern auch ein Beweis für die harte Arbeit und die klugen Entscheidungen, die in den letzten Jahren getroffen wurden.