In Dornbirn tut sich einiges im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. Seit Ende März 2023 hat die Stadt den Großteil ihrer Stadtbusflotte auf Elektroantrieb umgestellt. Insgesamt sind 18 neue Elektrobusse im Einsatz, die beeindruckende 92 Prozent der Fahrleistung übernehmen. Jährlich legen die Dornbirner Stadtbusse etwa 1,1 Millionen Kilometer zurück und das nun ganz emissionsfrei. Mit dieser Umstellung wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch die Luftqualität in der Stadt erheblich verbessert. Denn jährlich werden etwa 450.000 Liter Diesel eingespart, was einer Reduktion von rund 1.200 Tonnen CO₂ entspricht.
Die Vorteile der neuen Elektrobusse sind unübersehbar. Schadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub entfallen, was die Luft in der Stadt reiner macht. Die Busse werden über Nacht im Depot geladen und sind für den gesamten Betriebstag ausgelegt. Der Strombedarf von etwa 1,5 Gigawattstunden wird durch Vorarlberger Ökostrom gedeckt. Dies führt zu minimalen direkten Emissionen, was Dornbirn nicht nur als Vorreiter im öffentlichen Nahverkehr positioniert, sondern auch als Modell für andere Städte.
Wirtschaftliche Vorteile und mehr Komfort
Ein weiterer Pluspunkt: Der Betrieb mit Strom ist wirtschaftlich stabiler im Vergleich zu Dieselpreisen, die oft starken Schwankungen unterliegen. Bürgermeister Markus Fäßler und Stadtrat Johannes Zangerl heben die Vorteile der Umstellung auf Elektrobusse für die Umwelt und die Bevölkerung hervor. Zudem sorgt die Elektrifizierung der Busflotte für weniger Lärm und Vibrationen, was den Komfort für die Fahrgäste erheblich erhöht.
Doch Dornbirn ist nicht allein auf dieser grünen Welle. In Deutschland verzeichnen wir einen ähnlichen Trend. E-Busse sind nicht mehr nur in Großstädten wie Hamburg und Berlin verbreitet, sondern auch in ländlichen Regionen. Im Jahr 2025 waren E-Busse in 222 deutschen Städten und Regionen im Einsatz, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 180 Städten im Jahr 2024 und 90 Städten im Jahr 2020. Die Anzahl der Kommunen mit E-Bussen hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt.
Bundesweite Förderungen für die E-Mobilität
Auf Bundesebene wird die Transformation hin zu Elektrobussen ebenfalls kräftig unterstützt. Bei der Fachkonferenz „klimafreundliche Busse“ (BUSKON 2026) in Berlin hat Bundesminister Patrick Schnieder Förderurkunden an Verkehrsunternehmen übergeben. Insgesamt 151 Unternehmen erhalten im aktuellen Förderaufruf 417 Millionen Euro, um 1.887 neue Elektrobussen zu beschaffen. Bereits über 2.200 geförderte Elektrobusse sind im Einsatz und haben mehr als 130.000 Tonnen CO₂ im Vergleich zu Dieselbussen eingespart. Seit 2021 wurden rund 1,5 Milliarden Euro in die Transformation investiert, was zeigt, dass die Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge nicht nur ein Trend, sondern eine notwendige Entwicklung ist.
Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs ist elektrisch und umweltfreundlich. Dornbirn setzt mit seiner Elektroflotte Maßstäbe und zeigt, dass Nachhaltigkeit und Komfort Hand in Hand gehen können. Mit jedem gefahrenen Kilometer kommt die Stadt nicht nur ihrer Umweltverantwortung nach, sondern bietet auch ihren Bürgerinnen und Bürgern eine lebenswertere Umgebung.