Die Vorfreude steigt! Im Sommer 2026 erwartet uns im Museum im Grünen Haus eine ganz besondere Ausstellung, die sich einem fast vergessenen Künstler widmet: Ludwig Schmid-Reutte. Der Maler, geboren am 3. Januar 1862 in Lechaschau, hat mit seinen Werken einst die Kunstszene in Tirol und darüber hinaus geprägt. Doch über die Jahre geriet sein Name in Vergessenheit. Das soll sich nun ändern! Unter dem Titel „Ludwig Schmid-Reutte – ein gefeierter Künstler, vergessen und wieder entdeckt“ wird die Ausstellung auf seine bedeutenden Werke und seine bewegte Biografie eingehen.

Die Eröffnung wird mit festlichem Charakter gefeiert, und Klaus Wankmiller wird die Gäste durch die Veranstaltung begleiten. Ernst Hornstein, Obmann des Museumsvereins, wird uns in die Entstehung dieser Ausstellung einführen. Die Rückkehr eines großformatigen Gemäldes von Schmid-Reutte ins Museum markiert den Auftakt dieser spannenden Reise in die Vergangenheit. Es wird nicht nur um bildende Kunst gehen, sondern auch um die Wiederentdeckung eines kreativen Geistes, der mit seinen Werken wie „Ruhende Flüchtlinge“ und „Am Scheideweg“ die menschliche Form und deren Ausdruck auf einzigartige Weise thematisierte.

Ein Künstler mit vielen Facetten

Die Ausstellung wird als Forschungsprojekt konzipiert, da es über Ludwig Schmid-Reutte nur wenig gesichertes Material gibt. Ein engagiertes Team hat sich der Recherche, Quellenprüfung, Bildlokalisierung und Textarbeit gewidmet. Das begleitende Heft zur Ausstellung wird spannende Erkenntnisse über Schmid-Reuttes Leben und Werk bündeln und einen biografischen Überblick bieten. Robert Pacher, ein Fachmann auf diesem Gebiet, wird uns durch die Facetten seines Lebens führen. Der Künstler wuchs unter einfachen Verhältnissen auf, und nachdem er mit 16 Jahren an der Kunstakademie in München eingeschrieben wurde, begann sein Weg als Maler.

Seine Lehrer, darunter die Größen Franz Defregger und Ludwig von Löfftz, prägten seinen Stil, der sich schließlich zu einer ganz eigenen Handschrift entwickelte. Schmid-Reutte war nicht nur Maler; er gründete auch eine private Zeichen- und Malschule in München, die sogar Frauen den Zugang zur Kunst eröffnete. Von 1899 bis 1907 war er Professor an der Kunstakademie Karlsruhe und genoss hohes Ansehen. Seine Werke, oft mit einem Fokus auf männliche Akte, zeugten von einem tiefen Verständnis für den menschlichen Körper. Leider sind viele seiner Schöpfungen entweder verschollen oder befinden sich in Privatbesitz, was die Wiederentdeckung seiner Kunst herausfordernd macht.

Ein vielschichtiges Rahmenprogramm

Die kommende Ausstellung wird nicht nur Originale und Reproduktionen zeigen, sondern auch historische Bildnachweise präsentieren. Das Rahmenprogramm verspricht viel: Führungen, Vorträge und kreative Angebote für Kinder und Jugendliche machen den Besuch zu einem Erlebnis für die ganze Familie! Ziel ist es, die kunsthistorische, pädagogische und regionalgeschichtliche Erschließung von Schmid-Reuttes Werk voranzutreiben. Die Rückkehr eines großformatigen Gemäldes in die Heimat wird sicherlich viele Herzen höher schlagen lassen.

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Schmid-Reutte starb am 13. November 1909 in der Heilanstalt Illenau, doch seine Kunst lebt weiter. Vielleicht ist es an der Zeit, die Schätze dieser vergessenen Epoche neu zu beleuchten und die Emotionen, die seine Werke wecken, wieder zu entdecken. Ein Blick in die Vergangenheit, der uns nicht nur die Augen, sondern auch die Herzen öffnet. Und so bleibt uns nur zu sagen: Auf zur Ausstellung und auf zur Wiederentdeckung eines großen Künstlers!