Heute ist der 18. Mai 2026, und in Reutte schwingt noch der Geist des ersten Außerferner Bildscheibenmarathons durch die Luft. Erstmals fand dieses spannende Event im Jahr 2026 statt und brachte die Schützengilden Tannheim, Ehrwald, Weißenbach, Reutte, Vils und Wängle in einer gemeinsamen Gesamtwertung zusammen. Das war ein ganz neues Kapitel für das Bildscheibenschießen im Außerfern! Die Idee hinter dem Marathon war grandios: eine Gesamtwertung über alle Bildscheibenschießen im Bezirk. Und was soll ich sagen – die Resonanz war überwältigend.

Über 150 Schützen, darunter 41 Stehendschützen, nahmen an diesem sportlichen Abenteuer teil. An sechs aufeinander folgenden Wochenenden wurden die Ringe gezählt. Die Schützen trafen sich, um mit ihren Gewehren zu zielen und die besten Ergebnisse zu erzielen. Jeder, der es bis zum Ende schaffte, wurde mit einer Medaille und einer Ehrung von den Oberschützenmeistern belohnt. Eine wahre Herausforderung – und nur wenige gaben während des Wettbewerbs auf!

Ein aufregendes Finale

Die Rangliste wurde in den Wertungsklassen Stehend und Sitzend erstellt. Willi Dirr beispielsweise erzielte im vierten Durchgang in Reutte ein beeindruckendes Full-House Ergebnis mit 80 Ringen. Nicole Beer hingegen führte fünf Wochen lang die Aufgelegt-Klasse an, musste aber im Finale ihre Krone abgeben. Sepp Pohler aus Ehrwald wurde schließlich Bildscheiben-Champion 2026 der Aufgelegt-Schützen. In einem bemerkenswerten Akt der Sportlichkeit übergab Hermann Lochbihler freiwillig Platz 2 an Nicole Beer. So viel Fairness ist nicht selbstverständlich!

Die Siegerehrung fand beim letzten Bildscheibenschießen in Wängle statt, wo auch die Extra-Preise für die 71 Finisher übergeben wurden. Fünf der sechs Gilden spendierten Preise, um die Jugendschützen zu motivieren. Das Bildscheibenschießen hat im Außerfern eine lange Tradition, und die Veranstaltungen folgen einem festen Zeitplan, der mit dem Kirchenjahr verknüpft ist. Den Auftakt macht die Gilde Tannheim am Palmsonntag, gefolgt von den anderen Gilden bis hin zur Schützengilde Wängle, die die Serie in Reutte abschließt.

Schießstand und Preise

Bei den Bildscheibenschießen kommen unterschiedliche Scheibengrößen zum Einsatz – 4-kreisige und 5-kreisige Scheiben. Während bei den 4-kreisigen meist 20 Schuss abgegeben werden (maximal 80 Ringe), sind es bei den 5-kreisigen 15 Schuss (maximal 75 Ringe). Die Schützen müssen ihre Waffen genau einstellen, denn Überraschungen sind nicht willkommen. Historisch gesehen gab es keine modernen Seilzuganlagen, weshalb auf Scheibenbeobachtung verzichtet wird. Umso mehr zählt die Präzision der Schützen!

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Die Preise variieren je nach Gilde und hängen stark von der Unterstützung der Sponsoren ab. Hauptpreise sind Gutscheine und Sachpreise, während Meisterschützen auch Geldpreise ergattern können. Eine besondere Ehrenscheibe wird mit einem einzigen Schuss per Teilermessung vergeben. Johann Zobl von der Schützengilde Tannheim konnte sich mit einem 20 Teiler die Ehrenscheibe sichern – ein Moment, der in die Geschichte eingehen wird.

Tradition trifft Gemeinschaft

Das Bildscheibenschießen ist mehr als nur ein Wettkampf. Es ist ein Fest der Tradition, das Menschen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zusammenbringt. Die Veranstaltung im April 2025 in Tannheim, wo Teilnehmer mit einem historischen Schweizer Postbus anreisen können, verspricht eine Mischung aus sportlichem Wettkampf und geselligem Miteinander. Überdachte 50-Meter-Stände im Tannheimer Tal bieten den perfekten Rahmen. Hier wird nicht nur um Ringe geschossen, sondern auch die Gemeinschaft der Schützen gestärkt.

Der Bildscheibenmarathon hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und die Vorfreude auf die kommenden Saisonen geweckt. Man darf gespannt sein, was die nächsten Jahre bringen werden!