Am vergangenen Wochenende rollten die Nachtbusse wieder über die Straßen Osttirols und das mit ordentlich Schwung! Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) zieht eine durchweg positive Bilanz zur Wiederaufnahme der Nightliner-Verbindungen. Rund 200 Fahrgäste nutzten die Gelegenheit, sich am Wochenende bequem von A nach B zu bewegen. Wer hätte gedacht, dass der Nachtbus so viele Menschen anlockt? Es ist wirklich erfreulich zu sehen, wie die Osttiroler die Rückkehr der Buslinien feiern.

Die Nightliner-Linien 900N und 901N sind seit dem 11. Juli wieder unterwegs. Die 900N verbindet Lienz mit Matrei, während die 901N von Sillian über Lienz nach Nikolsdorf fährt. Die Abfahrtszeiten sind so gestaltet, dass Feiern und Feiern lassen bestens zusammenpassen: In Lienz geht’s um 1.30 und 3.30 Uhr los, in Matrei sogar um Mitternacht, 2.30 und 4.30 Uhr. Und für alle, die es noch später mögen, die 901N startet in Sillian um 2.45 Uhr und in Lienz um 1.55 Uhr. Die Regularien sind auch erfreulich: Der VVT erhebt keinen Nachtzuschlag und Zeitkarten sowie das KlimaTicket Tirol werden anerkannt. Das ist doch mal ein Grund zum Feiern, oder?

Ein sicherer Neustart

Die Wiederaufnahme der Nachtbuslinien war keine spontane Entscheidung. Sie wurde in enger Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Lienz und dem Busunternehmen vorbereitet. Ein wichtiges Ziel dabei war, ein verlässliches Mobilitätsangebot im ländlichen Raum zu schaffen und gleichzeitig einen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten. Um für mehr Sicherheit zu sorgen, setzt der VVT in den ersten Wochen auf ausgewählten Fahrten zusätzlich Sicherheitspersonal ein. Man möchte schließlich, dass alle Fahrgäste gut und sicher an ihr Ziel kommen.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Verbindungen im Frühjahr aufgrund von Randalen vorübergehend eingestellt werden mussten. Es war also höchste Zeit für einen Neustart. Der VVT hat die Entwicklung der Nightliner im Auge und will gemeinsam mit regionalen Partnern beobachten, wie sich die Nachfrage entwickelt. Wer weiß, vielleicht gibt es bald noch mehr Verbindungen, wenn alles gut läuft?

Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum

Aber nicht nur die Nachtbusse sind ein Thema, wenn es um die Mobilität in ländlichen Regionen geht. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat kürzlich ein Forschungsprojekt zur nachhaltigen Mobilität in ländlichen Räumen durchgeführt. Hierbei entstand ein Handlungsleitfaden mit dem Titel „Nachhaltig mobil in ländlichen Räumen“, der Kommunen wertvolle Anhaltspunkte bietet.

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Der Leitfaden enthält Praxisbeispiele aus verschiedenen Regionen, die von Plusbuslinien über Bedarfsverkehre bis hin zu Bürgerbussen reichen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hebt die Wichtigkeit einer Verkehrspolitik hervor, die die Bedürfnisse von Stadt und Land berücksichtigt. In den ländlichen Gebieten ist das Auto nach wie vor das Hauptfortbewegungsmittel. Doch es braucht mehr als nur Straßen. Multimodalität und Intermodalität, also die Kombination verschiedener Verkehrsmittel, werden gefördert. Das Ziel? Eine bessere Erreichbarkeit für alle, die in ländlichen Gebieten leben.

Mit einem klaren Fokus auf die Umsetzung von Projekten, Finanzierungsmöglichkeiten und der Zusammenarbeit verschiedener Akteure, bietet der Leitfaden einen praktischen Rahmen, um die Mobilität auf dem Land weiterzuentwickeln. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Mobilität in den kommenden Jahren entwickeln wird. Da sind die Nightliner in Osttirol nur der Anfang!

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