Am 20. und 21. Februar 2026 fand an der Landes-Feuerwehrschule Tirol in Telfs die Funk-Leistungsprüfung statt, bei der 22 Feuerwehrmitglieder aus Osttirol das Funkleistungsabzeichen in Bronze erhielten. Zudem konnten 11 Feuerwehrmitglieder das Abzeichen in Silber erringen. Diese Prüfung umfasste mehrere Stationen, darunter Gerätekunde, das Führen von Funkgesprächen nach Tiroler Funkordnung sowie die Übermittlung und Annahme von Einsatzaufträgen. Bewertet wurden Fachwissen, Genauigkeit, präzise Ausdrucksweise und die Einhaltung der Funkordnung. Das Ergebnis war beeindruckend: Alle Kandidaten aus Osttirol bestanden die Prüfung. Dieses Ergebnis zeigt die kontinuierliche und qualitätsvolle Ausbildungsarbeit in den Feuerwehren des Bezirks, wie auch auf Osttirol Heute zu lesen ist.

Die Funk-Leistungsprüfung stellt hohe Anforderungen an die Teilnehmer. Andreas Pairst, der Bewerbsleiter und Leiter der Funkwerkstätte des Landes-Feuerwehrverbandes, erläutert, dass die Bewerber an fünf Stationen ihr Können unter Beweis stellen mussten. Theorie und Praxis spielten eine entscheidende Rolle: Gefordert waren nicht nur theoretisches Fachwissen, sondern auch praktische Fertigkeiten im Umgang mit den Endgeräten und die Fähigkeit, korrekt geführte Funkgespräche zu führen. Die Tiroler Funkordnung musste dabei stets eingehalten werden. Nach erfolgreichem Abschluss aller Stationen erhielten die Teilnehmer das Funk-Leistungsabzeichen in Bronze oder Silber, welches stolz an der Uniform getragen wird und für Fachwissen steht. Landes-Feuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter betont die hohe Bedeutung dieser Prüfung für den Feuerwehrdienst, da eine gesicherte Kommunikation grundlegend für Einsätze, Übungen und andere Tätigkeiten im Feuerwehrwesen ist. Ohne stabile Funkverbindung wären viele Aufgaben und Einsätze schwer zu bewältigen, wie in einem Bericht von Feuerwehr Tirol eindrucksvoll dargestellt.

Funkkommunikation im Feuerwehrdienst

Die Funkkommunikation ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit der Feuerwehr. Der digitale Behördenfunk (BOS) nutzt ein bundesweit einheitliches System, das einige Vorteile bietet. So ist der Funk verschlüsselt und damit abhörsicher, zudem kann er sowohl bundesweit als auch regional eingesetzt werden. Die Teilnehmerkennung wird übertragen und Benutzerrechte sind klar definiert. Das Netz wird vom Bund betrieben und bietet zwei Betriebsarten: TMO – „Trunked Mode Operation“ (Netzmodus) und DMO – „Direct Mode Operation“ (Direktbetrieb). Theoretisch ist es möglich, einzelne Personen direkt per Funk zu erreichen, jedoch wird davon abgeraten, um die gleichzeitige Information aller Funkteilnehmer sicherzustellen.

Die Kommunikation sollte möglichst kurz gehalten werden. Der korrekte Ablauf von Anrufen und die Nutzung von speziellen Funkbegriffen sind essenziell. So beginnt ein Anruf mit dem Drücken der Sprachtaste, gefolgt vom Rufnamen der Gegenstelle und dem eigenen Rufnamen. Empfangsbestätigungen sind wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden. Bei Unklarheiten kann die Gegenpartei um Wiederholung der Nachricht gebeten werden. Diese Details sind nicht nur für die Prüfungen, sondern auch für den Alltag im Einsatz von Bedeutung, wie auf feuerwehr.de beschrieben.