Am 30. Juni 2026 war in Landeck ein ganz besonderer Tag. Der Bezirk, bekannt für seine beeindruckenden Berge und die herzliche Gemeinschaft, feierte den Start seiner Umwelt- und Nachhaltigkeitsagenda. Unter dem Titel „Re.Think Landeck: Forum für Ressourcen und Generationen“ versammelten sich zahlreiche Interessierte, um den Grundstein für eine nachhaltige Zukunft zu legen. Die Agenda, die auf dem Abfallvermeidungskonzept der Stadt basiert, soll bis Ende 2030 und möglicherweise bis 2035 in Kraft bleiben.

In einer Zeit, in der Klimaschutz und Nachhaltigkeit immer wichtiger werden, wurde die Veranstaltung von engagierten Organisationen wie der Umweltwerkstatt für den Bezirk Landeck, der Stadtgemeinde Landeck und dem Klimabündnis Tirol ins Leben gerufen. Bürgermeister Herbert Mayer und Landesrat René Zumtobel hoben in ihren Reden die Bedeutung des Projekts hervor. Es geht nicht nur um die Reduzierung von Abfall, sondern auch um die Förderung von Kreislaufwirtschaft, Wiederverwendung und regionalen Wirtschaftskreisläufen.

Ein nachhaltiger Austausch

Ein Highlight der Veranstaltung war der „Marktplatz der Ideen“ im Rathaus, wo Initiativen und Unternehmen ihre Projekte präsentierten. Die Schüler:innen der Tiroler Fachberufsschule für Tourismus und Handel sowie der FSBHM Landeck-Perjen sorgten mit regionalen Köstlichkeiten für das leibliche Wohl der Gäste. So wurde nicht nur der Kopf, sondern auch der Magen mit nachhaltigen Ideen gefüttert!

Besonders spannend war die Präsentation von drei „Best Practice“-Projekten: Neben der Innenstadtbegrünung in Landeck und einem nachhaltigen Bauprojekt für den neuen Kindergarten Angedair wurde auch das Projekt „Next Generation KLAR!“ vorgestellt. Es zeigt, wie kreative Ansätze zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region beitragen können. Sabine Walter und Nadine Falbesoner berichteten zudem über bereits umgesetzte Maßnahmen wie die Oberländer Saatgutbibliothek und einen Insektenpfad, die das Bewusstsein für lokale Flora und Fauna stärken.

Ein Blick über die Bezirksgrenzen

Die Agenda in Landeck fügt sich nahtlos in die größeren Bemühungen der Europäischen Kommission ein, die 2015 den Aktionsplan „Circular Economy“ ins Leben rief. Das Ziel dieser Initiative ist es, den Wert von Produkten und Ressourcen so lange wie möglich zu erhalten und dabei Abfall und Umweltbelastungen zu minimieren. Auch Österreich hat mit der Kreislaufwirtschaftsstrategie, die 2022 vom Ministerrat beschlossen wurde, klare Ziele formuliert: unter anderem die Reduktion des Materialverbrauchs und die Steigerung der Ressourcenproduktivität bis 2030.

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Die Initiative in Landeck, die Gemeinden mit einem modularen Maßnahmenkatalog von 28 Vorschlägen unterstützt, wird durch diese nationale Strategie ergänzt. Der Fokus liegt klar auf der Abfallvermeidung und der Förderung von nachhaltigen Praktiken, die nicht nur umweltfreundlich sind, sondern auch die lokale Wirtschaft stärken können. Der Weg zur klimaneutralen Gesellschaft bis 2050 ist steinig, aber jeder Schritt zählt – und die Landecker machen ihn mit Freude und Engagement.

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