In der Region Landeck wird seit kurzem intensiv an der Verbesserung der Klimaresilienz gearbeitet. Im Rahmen des Projekts KLAR! Landeck und Umgebung, das die Gemeinden Landeck, Grins, Pians, Schönwies, Stanz, Tobadill und Zams umfasst, wurde der Klimaresilienz-Check (KLIC) Gesundheit 2025 durchgeführt. Die Ergebnisse dieses Checks wurden nun in einem „Regionalprofil“ zusammengefasst und der Öffentlichkeit präsentiert. Das Projekt begann mit einem Planungsworkshop im September des Vorjahres, gefolgt von einem Zukunftsworkshop und Interventionstafeln zur aktiven Mitarbeit der Bevölkerung. Ziel ist es, die Nutzung von Außenbereichen an Hitzetagen in Schulen, Pflegeheimen und dem Krankenhaus zu verbessern.

Christoph Klocker vom Klimabündnis Tirol stellte fest, dass die Hitzetage in der Region zugenommen haben und empfahl, verstärkt Bäume zu pflanzen, um dem entgegenzuwirken. Mira Simon präsentierte die Klimaanalyse Inntal, die wertvolle Informationen zu „Hitzeinseln“ in der Region liefert. Ilonka Horváth von GÖG hob die positive Zusammenarbeit zwischen Politikern, Schulen und anderen Einrichtungen hervor, während Florian Schweiger, KLAR! Manager, die Entscheidungsträger aufforderte, naturnah und „entsiegelnd“ zu arbeiten. Diese Aktionen sind Teil eines umfassenderen Plans zur Anpassung an die klimatischen Herausforderungen, die die Region beeinflussen.

Langfristige Perspektiven mit KLIC Gesundheit 2050

Das Engagement für eine klimaresiliente Zukunft endet jedoch nicht im Jahr 2025. Die Durchführung des Klimaresilienz-Checks (KLIC) Gesundheit 2050 steht bereits in den Startlöchern. Hierbei wird eine datenbasierte Vulnerabilitäts- und Kapazitätsanalyse auf Bezirksebene durchgeführt, um regionale Anfälligkeiten und vulnerabler Bereiche im Vergleich zum österreichischen Durchschnitt zu analysieren. Diese Auswertung wird in einem weiteren Planungsworkshop mit regionalen Expertinnen und Experten validiert, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse der Wahrnehmung vor Ort entsprechen.

Ein Zukunftsworkshop, moderiert von GÖG und dem Klimabündnis Tirol, wird sich auf das Jahr 2050 und mögliche Klima-Zukunftsszenarien konzentrieren. Hierbei werden Ideen gesammelt, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen und die lokale Bevölkerung aktiv in den Prozess einzubeziehen. Die Ergebnisse dieses Workshops sollen der Öffentlichkeit über Interventionstafeln im öffentlichen Raum präsentiert werden, damit Bürger:innen persönliche Schwerpunkte setzen können.

Klimaanpassung im nationalen Kontext

Diese lokalen Initiativen sind Teil eines größeren Trends, der sich auch in Deutschland abzeichnet. Das Jahr 2023 war das wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Messungen 1881, und die mittlere Lufttemperatur hat seitdem um 1,8 °C zugenommen. Extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Dürre, Starkregen und Hochwasser nehmen zu, was die Dringlichkeit von Klimarisikoanalysen unterstreicht. Die Bundesregierung hat die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2024 (DAS 2024) beschlossen, welche erstmals messbare Ziele für die Klimaanpassung festlegt.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Diese Strategie umfasst sieben Cluster, darunter menschliche Gesundheit und Pflege sowie Stadtentwicklung und Raumplanung. Sie erfüllt die Verpflichtungen aus dem Bundes-Klimaanpassungsgesetz und wird durch ein Monitoring-System unterstützt, welches die Fortschritte bei der Zielerreichung anhand von Indikatoren messen soll. Damit wird sichergestellt, dass die Anpassungsmaßnahmen nicht nur lokal, sondern auch auf nationaler Ebene koordiniert und effektiv umgesetzt werden.

Die Initiativen in Landeck und die nationalen Strategien stehen also in einem spannenden Dialog, der darauf abzielt, die Anpassungsfähigkeit an die Herausforderungen des Klimawandels zu verbessern. Es bleibt zu hoffen, dass die Kombination aus lokaler Aktion und nationalen Strategien die Region und darüber hinaus resilienter macht.