Heute ist der 5.06.2026 und in Kufstein tut sich einiges. Am 3. Juni hat der Gemeinderat eine Fülle von Themen besprochen, unter anderem den innovativen „Masterplan Gehen“. Der Plan, der im Dezember 2025 auf Initiative von „Kufstein mobil“ fertiggestellt wurde, hat große Ziele: Das Zufußgehen in der Stadt soll attraktiver gestaltet werden und die Aufenthaltsqualität für alle Bürgerinnen und Bürger gesteigert werden.
Mit einem Budget von rund 21.058 Euro, wovon die Hälfte durch das Land gefördert wird, dient der Masterplan als strategische Basis für die zukünftige Entwicklung der Fußverkehrsinfrastruktur. Bürgermeister Martin Krumschnabel hat klargemacht, dass dieser Masterplan keine verbindlichen Maßnahmen enthält, sondern vielmehr den Weg für weitere Förderungen von Fußverkehrsprojekten ebnet. Kritiker, wie der Stadtrat Lukas Blunder, haben jedoch Bedenken geäußert, insbesondere hinsichtlich der Umleitung des motorisierten Verkehrs – ein spannendes Thema, das sicherlich noch für Diskussionen sorgen wird.
Neue Wohnprojekte in Kufstein
Aber nicht nur das Gehen steht im Fokus. Der Gemeinderat hat auch eine neue Richtlinie für die Vormerkung und Vergabe von Eigentumswohnungen beschlossen. Diese Wohnungen, die von gemeinnützigen Bauträgern errichtet werden, sind ausschließlich für Kufsteiner gedacht, die seit mindestens zehn Jahren in der Stadt wohnen. Ein Schritt in die richtige Richtung, um den heimischen Wohnraum zu sichern und gleichzeitig die Bindung der Bürger an ihre Stadt zu stärken. Der Beschluss fiel einstimmig – ein Zeichen, dass hier ein gemeinsames Interesse besteht.
Das Wirtschaftsleitbild der Stadt Kufstein, das dynamisch an die sich wandelnden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst wird, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Es setzt auf Wirtschaftswachstum, die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sowie die Förderung von Ausbildungs- und Forschungskapazitäten. Die Stadt ist sich ihrer Rolle als „Brückenort“ zwischen Süddeutschland und Norditalien bewusst und berücksichtigt dabei immer auch den Natur- und Umweltschutz. Es wird intensiv daran gearbeitet, eine ausgewogene Struktur in den städtischen Grundfunktionen – Arbeiten, Einkaufen, Wohnen – zu schaffen.
Wirtschaftsförderung für Kufstein
Die Stadtmarketing- und Wirtschaftsabteilung unterstützt Unternehmen in der Region aktiv. So gibt es zum Beispiel Zahlungserleichterungen für Abgaben und Zuschüsse zu Zinsen von Investitionsdarlehen. Das Leerflächenmanagement in der Innenstadt wird ebenfalls gefördert, um die Attraktivität der Stadt zu erhöhen. Einmalige Arbeitsplatzprämien für neue Arbeitsplätze und die Lehrlingsförderung sind weitere Maßnahmen, die das wirtschaftliche Klima in Kufstein beleben sollen.
Die Richtlinien zur Wirtschaftsförderung gelten seit dem 1. Juli 2023 und bieten ein breites Spektrum an Unterstützung für ortsansässige sowie neu zuziehende Betriebe. Förderungen sind allerdings nicht garantiert und hängen von der finanziellen Situation der Stadt ab. Wer sich für die Förderungen interessiert, muss die Anträge digital stellen – ein Schritt in die Zukunft, der sicherlich nicht bei allen auf Begeisterung stößt.
Mit so vielen positiven Entwicklungen und Initiativen hat Kufstein die Chance, sich als lebendige und zukunftsorientierte Stadt zu positionieren. Die Kombination aus einer attraktiven Fußverkehrsinfrastruktur und einer aktiven Wirtschaftsförderung könnte die Lebensqualität in Kufstein entscheidend verbessern. Man darf gespannt sein, welche weiteren Schritte die Stadtplanung in den kommenden Monaten und Jahren unternehmen wird!