Am 9. und 10. Mai wurde Kufstein zum Schauplatz eines bunten Festes, das den Europatag 2026 feierte. Die Stadt, inmitten der herrlichen Tiroler Berglandschaft, war der perfekte Rahmen für eine Veranstaltung, die von der Europäischen Akademie Inntal (EAI) zusammen mit Partnerorganisationen aus Tirol und Bayern auf die Beine gestellt wurde. Ein Fest, das nicht nur die kulturelle Vielfalt Europas feierte, sondern auch die Herzen der Menschen berührte.
Das Programm war eine wahre Augenweide: Poetryslams, Live-Musik, Theateraufführungen, Interviews, Quizze und Fact-Checking Spiele – es fehlte einfach an nichts! Besonders spannend waren die Slam-Beiträge von Thomas Eiwen aus Rosenheim und Katharina Pacher aus Innsbruck, die das Publikum mit ihren Worten mitreißten. Neben den künstlerischen Darbietungen gab es auch kreative Mal- und Bastelmöglichkeiten für die jüngeren Besucher, organisiert von verschiedenen Gruppen, darunter der Kreisjugendring Rosenheim und die Europa Union Rosenheim. Man konnte förmlich die Freude in der Luft spüren.
Redebeiträge und Ehrengäste
Das Event wurde durch Redebeiträge von prominenten Persönlichkeiten bereichert. Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel und sein Kiefersfeldener Kollege Hajo Gruber waren ebenso anwesend wie der Honorarkonsul von Innsbruck, Dietmar Czernich. Auch Renke Deckarm, der stellvertretende Leiter der Europäischen Kommission in München, ließ es sich nicht nehmen, bei diesem besonderen Anlass dabei zu sein. Es war ein Moment, der die europäische Gemeinschaft fühlbar machte – man spürte, wie wichtig der Zusammenhalt in diesen Zeiten ist.
Ein weiteres Highlight war der Fotowettbewerb „Europa vor der Haustüre“, der im Vorfeld der Feierlichkeiten stattfand. Über 80 Fotografien wurden eingereicht, die das Ziel verfolgten, Europa und europäische Politik im Alltag sichtbar zu machen. Die zwölf nominierten Fotos wurden beim Fest ausgestellt und die besten Werke wurden mit Preisen ausgezeichnet. An diesem Tag gab es nicht nur einen Hauptgewinn, ein Interrail-Ticket, sondern auch Gutschein für ein Fotogeschäft und stylische Europa-Hoodies. Einladend war die Atmosphäre, die die Besucher dazu ermutigte, über ihre eigenen Erlebnisse mit Europa nachzudenken.
Ein Wettbewerb mit Herz
Der Fotowettbewerb war offen für alle Europa-Interessierten aus Deutschland und Österreich, unabhängig vom Alter oder der fotografischen Erfahrung. Die Einreichungen, die vom 1. Februar bis 24. April möglich waren, mussten digital per E-Mail erfolgen. Die Möglichkeit, die Fotografien mit einer kurzen Erklärung zu versehen, verlieh dem Ganzen eine persönliche Note. Die prämierten Werke wurden nicht nur am Europatag präsentiert, sondern sollen auch in einer Wanderausstellung der Europäischen Kommission in München gezeigt werden. Ein schöner Gedanke, dass diese Bilder die Botschaft von Europa weitertragen.
Ein weiteres kulturelles Schmankerl war die Playback-Theateraufführung „Mia san Europa“ in Kiefersfelden, präsentiert von der Innsbrucker Gruppe Endorphine. Und nicht zu vergessen die Kinomatinee des Films „Scars of Growth“, bei der die Europaabgeordnete Maria Noichl und Clifford Patten von der Universität Innsbruck anwesend waren. Hier wurde nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken angeregt.
Der Europatag 2026 in Kufstein hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, die Werte und die Vielfalt Europas zu feiern. Es war ein Fest, das die Menschen zusammenbrachte, das Herz öffnete und die europäische Identität stärkte. Die Vorfreude auf das nächste Jahr ist groß – was wird uns da wohl erwarten?