Zukunftsweisende Finanzbildung: Die FiRi-Ausbildung in Tirol
In Kitzbühel, wo die Berge die Wolken küssen und die Luft nach frischem Kaffee und Apfelstrudel duftet, ist es an der Zeit, einen Blick auf eine besondere Ausbildung zu werfen, die seit zwei Jahrzehnten die jungen Tiroler prägt. Der Ausbildungsschwerpunkt „FiRi – Finanz- und Risikomanagement“ ist nicht nur ein Begriff, sondern ein Sprungbrett für viele Schüler. Wer hätte gedacht, dass so viele junge Menschen aus Landeck, Imst, Innsbruck, Schwaz und Kitzbühel – insgesamt 42 Schüler – an den FiRi-Fachgesprächen teilnehmen würden? Hier wird nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch praktisches Know-how, das in Banken und Versicherungen dringend gebraucht wird.
Seit seiner Einführung im Jahr 2006 in Vorarlberg hat sich FiRi zu einem festen Bestandteil der kaufmännischen Ausbildung in Tirol entwickelt. Die Schüler erwerben über drei Schuljahre hinweg freiwillig Kenntnisse über Finanzmärkte, Veranlagung und Risikomanagement. Patrick Götz, der Obmann der Sparte Bank & Versicherung in der WK Tirol, sieht im FiRi-Zertifikat nicht nur einen Nachweis über Engagement, sondern auch über Weitblick. Ein paar Absolventen sind sogar schon mit festen Jobzusagen in der Tasche in die Welt der Finanzen gestartet. Das zeigt, wie wertvoll diese Ausbildung für den Einstieg ins Berufsleben ist.
Ein Blick auf die Anforderungen
Das FiRi-Zertifikat ist jedoch nicht einfach zu bekommen. Dazu gehört ein schriftlicher Test zu Semesterende, der von den FiRi-Lehrpersonen durchgeführt wird. Diese Prüfungen können auch für die reguläre Notengebung genutzt werden – eine doppelte Chance, würde ich sagen! Eine Diplom- oder Projektarbeit, die sich mit bank- oder versicherungsspezifischen Themen beschäftigt, ist ebenfalls Teil des Programms. Und das Beste? Es gibt sogar Tipps für Zitate und Quellenangaben, damit alles nach Vorschrift läuft. Das Fachgespräch mit Vertretern von Banken und Versicherungen rundet das Ganze ab. Hier können die Schüler ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und wertvolle Kontakte knüpfen.
Der Nutzen des FiRi-Zertifikats ist unbestritten. Es ist eine wertvolle Zusatzqualifikation für den Arbeitsmarkt und ein klarer Nachweis von Motivation und Leistungsbereitschaft. Außerdem dient das Fachgespräch als Übung für die mündliche Matura – da können sich die Schüler gleich ein bisschen in die richtige Richtung üben, bevor es wirklich ernst wird.
Risikomanagement im Fokus
Doch was genau macht ein Risikomanager im Finanz- und Bankwesen? Nun, die Aufgabe ist alles andere als langweilig. Risikomanager identifizieren, analysieren und steuern wirtschaftliche Risiken, die aus der Geschäftstätigkeit von Banken, Finanzinstituten und Versicherungen entstehen. Sie müssen ständig die Augen offen halten für Kreditrisiken und Marktrisiken – also ein bisschen wie ein Wetterfrosch, nur dass sie nicht die Wettervorhersage, sondern die wirtschaftliche Zukunft im Blick haben. Nationalen und internationalen Standards wie Basel III und Basel IV sind sie dabei verpflichtet, was die Sache noch komplexer macht.
Die Ausbildung im FiRi-Bereich bereitet die Schüler nicht nur auf die Herausforderungen der Finanzwelt vor, sondern vermittelt auch die Fähigkeit, Risiken zu bewerten und zu steuern. Da wird die Theorie ganz praktisch und greifbar. In einer Welt, in der finanzielle Stabilität immer wichtiger wird, sind gut ausgebildete Risikomanager gefragt wie nie. Wer also jetzt ins Berufsleben startet, hat die besten Karten auf der Hand – oder besser gesagt: die besten Zertifikate!
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