Kunst im Squash: Das Damische Aderl erweckt Kitzbühel zum Leben
In Kitzbühel tut sich was – und das nicht nur auf den Pisten! Die alte Squashhalle hat sich in einen Ort voller Kunst und Inspiration verwandelt. Unter dem Namen „Das Damische Aderl“ findet hier eine Ausstellung statt, die dem Gedenken an den großartigen Künstler Gunter Damisch gewidmet ist. Zehn Jahre sind seit seinem Tod vergangen, und Kunstbühel+ hat sich die Aufgabe gestellt, sein Erbe weiterzutragen. Die Ausstellung vereint nicht nur seine Werke, sondern auch die seiner ehemaligen Studierenden von der Akademie der bildenden Künste Wien.
Besonders spannend ist, wie die Ausstellung die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart aufbricht. Einzelpräsentationen von Michèle Pagel, Stefan Rinck und Markus Orsini-Rosenberg sorgen dafür, dass das Bild einer geschlossenen Schule aufgebrochen wird. Die Skulpturen aus Rincks „Alpen-Clan“ kommen sogar aus der Pinakothek der Moderne in München nach Kitzbühel – nicht schlecht, oder? Im Hauptsaal erwartet die Besucher eine faszinierende Raumcollage, die die verschiedenen Werke Damischs und seiner Schüler miteinander verwebt. Da wird die Thematisierung von Autorität und Zugehörigkeit durch Damischs „Kürbiswelten Turmkonstrukt“ und Rincks monumentalen „Thron“ lebendig. Man könnte fast sagen, die Kunst spricht hier eine eigene Sprache!
Ein buntes Rahmenprogramm
Doch damit nicht genug. Die Ausstellung hat auch ein ansprechendes Programm zu bieten! Literatur, Performance und Musik – hier kommt jeder auf seine Kosten. Am 8. August um 19 Uhr findet eine besondere Veranstaltung zur „Sonnenfinsternis“ statt, die mit literarischen und musikalischen Darbietungen aufwartet. Das ist ein Anlass, den man sich einfach nicht entgehen lassen sollte!
Die verschiedenen Etagen der Squashhalle werden den künstlerischen Ausdruck unterschiedlich interpretieren. So wird Markus Orsini-Rosenberg seine Malerei im ersten Obergeschoss präsentieren, während sich Michèle Pagel im Dachgeschoss mit einer speziellen Wandgestaltung von Kunstbühel+ in Szene setzen wird. Das Ganze versteht sich als ein offener Raum für Austausch und Resonanz – eine Einladung, die Kreativität in all ihren Facetten zu feiern.
Das Besondere an dieser Ausstellung ist die Art und Weise, wie sie die Kunst in einem eher ungewöhnlichen Rahmen präsentiert. Die ehemalige Squashhalle, die normalerweise ganz andere Aktivitäten beherbergt, wird nun zur Kulisse für kreative Entfaltung. Das ist ein mutiger Schritt von Kunstbühel+, der zeigt, dass Kunst überall stattfinden kann – selbst in Orten, wo man es nicht unbedingt erwarten würde. Man kann nur hoffen, dass diese Initiative viele Nachahmer findet und die Begegnung mit Kunst für alle zugänglich macht.
Die Ausstellung „Das Damische Aderl“ gibt nicht nur einen Einblick in das Werk eines außergewöhnlichen Künstlers, sondern regt auch zum Nachdenken über die Rolle von Kunst in unserer Gesellschaft an. In einer Zeit, in der alles immer schneller und digitaler wird, bietet diese Veranstaltung einen Raum, um innezuhalten und die Schönheit der Kunst zu genießen. Und das ist, ehrlich gesagt, einfach nur wertvoll.
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