Heute ist der 3.05.2026, und gerade in Kitzbühel, wo die Skisaison immer noch in den Köpfen der Leute schwirrt, wird man einmal mehr an die großen Momente erinnert. Leider ist die Zeit für Johannes Strolz nicht gerade auf seiner Seite. Der 33-Jährige hat die Qualifikation für die Heim-Weltmeisterschaft in Saalbach im Winter 2024/25 verpasst. Auch bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina war keine Teilnahme für ihn drin – das tut weh, schließlich hat er in Peking 2022 die alpine Kombination und den Slalom gewonnen und sich damit den Status eines Olympiasiegers erkämpft.

Die Saison lief für Strolz nicht gerade nach Plan. Nach einem durchwachsenen Jahr fiel er aus den Top-30 der Slalom-Weltcupstartliste. Nur an zehn Weltcupslaloms konnte er teilnehmen und sammelte dabei gerade mal sieben Punkte. Sein bestes Ergebnis war ein 15. Rang in Kitzbühel, was im Vergleich zu seinen früheren Leistungen eher mager ist. Der Druck wird größer, und die Gerüchte über ein mögliches Karriereende machen die Runde. Es klingt fast schon nach einem Drama – und das, wo er vorher mit so viel Elan in die Saison gestartet ist.

Ein Blick zurück auf Strolz‘ Karriere

Was für eine Achterbahnfahrt! Johannes Strolz begann seine Weltcup-Karriere bereits am 14. Dezember 2013 im Riesenslalom von Val-d’Isère. Damals war er noch ein unbeschriebenes Blatt. Nur sporadisch wurde er bis April 2016 im Weltcup eingesetzt und konnte keine Punkte gewinnen. Doch im April 2016 siegte er im Slalom bei den Deutschen Meisterschaften, und das war der Startschuss für seine steile Karriere. Von da an ging es rasant bergauf. 2017 holte er sich gleich den ersten Österreichischen Meistertitel im Riesenslalom und Slalom und schaffte im Januar 2018 seinen ersten Weltcuppunkt als 30. im Riesenslalom von Garmisch-Partenkirchen.

Seine beste Saisonplatzierung 2017/18 war ein 22. Platz im Riesenslalom von Kranjska Gora, und im selben Jahr feierte er den Gesamtsieg im Europacup. Schon damals konnte man ahnen, dass aus Strolz noch etwas Großes werden würde. Der Durchbruch kam dann 2021 – mit seinem ersten Weltcupsieg im Slalom von Adelboden, wo er mit der Startnummer 38 ins Rennen ging. Er wurde zum 300. männlichen Sieger in der Geschichte des Weltcups – ein Moment, der in die Geschichtsbücher eingehen sollte!

Die letzten Herausforderungen

Doch die letzten Saisonen waren alles andere als einfach. In der Saison 2022/23 war sein bestes Ergebnis ein zwölfter Platz, und das war es auch schon – in sechs von neun Slaloms schied er aus. Die nicht erfolgte Qualifikation für die Weltmeisterschaft oder das Weltcupfinale schien wie ein weiterer Schlag ins Gesicht. Am Ende der Saison kam jedoch eine kleine Überraschung: Strolz holte den österreichischen Meistertitel in der Abfahrt – ein Lichtblick in einem eher trüben Jahr.

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Jetzt bleibt die Frage, wie es mit Johannes Strolz weitergeht. Bleibt er dem Skisport treu, oder zieht er den Schlussstrich? Er lebt in Warth am Arlberg mit seiner Partnerin Sabrina, und vielleicht ist es jetzt an der Zeit, eine neue Richtung einzuschlagen. Es ist alles noch offen, und die Gerüchte über ein Karriereende könnten auch einfach Teil des Spiels sein. Die Welt des Skisports blickt gespannt auf ihn – wir auch!