Am 6. Juni 2026 war die Naturfreunde Kletterhalle in Wien ein wahrer Schauplatz des Sports, als knapp 80 Athlet:innen aus zwölf Nationen sich bei den Paraclimbing-Wettkämpfen duellierten. Im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien wurde nicht nur um Medaillen, sondern auch um die Ehre gekämpft. Die Atmosphäre war elektrisierend, und die Zuschauer:innen, die oft mit dem Fahrrad von Wiener Rathausplatz zur Kletterhalle radelten, spürten die Aufregung förmlich in der Luft. Da wurden nicht nur die besten Athlet:innen gekürt, sondern auch die Leidenschaft und der Kampfgeist der Sportler:innen sichtbar.

Die Veranstaltung umfasste zwölf Bewerbe, in denen die Staatsmeister:innen gekrönt wurden. Viele der Athlet:innen nutzten diesen Wettkampf als Formtest für den bevorstehenden Heim-Weltcup in Innsbruck. Ein Highlight war der Wettkampf in der Herrenklasse AL1, wo Angelino Zeller den Staatsmeistertitel holte – und das auf eine ganz besondere Weise, indem er Teile einer Route nur über die Tritte kletterte. Sein Mitstreiter Markus Pösendorfer folgte ihm auf dem zweiten Platz. Auch bei den Frauen gab es grandiose Leistungen: Jasmin Plank errang den Titel in der Klasse RP2 und zeigte damit, dass sie nach ihrer Schulterverletzung wieder voll im Saft steht.

Erfolge und Herausforderungen

Die Leistungen der Athlet:innen waren beeindruckend. Daniel Wiener (RP2) und Daniel Teufl (RP1) schnitten ebenfalls gut ab, während Linda Le Bon in der Klasse B2 den Titel für sich beanspruchte. Roland Köchl (B2) und Antonius Herzog (AU2) sorgten ebenfalls für starke Ergebnisse. KVÖ-Präsident Michael Öckher lobte die herausragenden Leistungen und die positive Entwicklung des Paraclimbings in Österreich. Geschäftsführer Dieter Schimanek von der Kletterhalle Wien hob die anspruchsvollen Routen und die hervorragende Arbeit der Routensetzer:innen hervor – ein echtes Lob für die harte Arbeit hinter den Kulissen.

Auf den Wettkampf folgte der Blick in die Zukunft. Der IFSC Climbing World Cup Innsbruck steht vor der Tür, und die Vorfreude ist spürbar. Vom 23. bis 29. Juni werden 210 Athletinnen und Athleten erwartet, um in der Paraclimbing-Qualifikation ihr Bestes zu geben. Fünf österreichische Sportler:innen haben sich bereits für das Finale qualifiziert. Angelino Zeller, der die Qualifikationsrangliste anführte, und Markus Pösendorfer blicken optimistisch auf die kommenden Wettkämpfe. Jasmin Plank und Linda Le Bon haben ebenfalls vielversprechende Leistungen gezeigt, während Edith Scheinecker (B3) das Finale nur knapp verpasste.

Ein Blick über die Grenzen

Die dynamische Entwicklung des Paraclimbings in Österreich ist nicht zu übersehen. Die steigenden Teilnehmer:innenzahlen und die internationale Beteiligung deuten darauf hin, dass diese Sportart auf dem Vormarsch ist. Nach dem Heim-Weltcup in Innsbruck stehen weitere spannende Events auf dem Programm: Der Open Paraclimbing Cup in Breendonk, der European Paraclimbing Cup in Augsburg und die International Paraclimbing Open in Brno sind nur einige der Highlights, die auf die Athlet:innen warten. Und wer weiß? Vielleicht wird der ein oder andere von ihnen in den kommenden Jahren bei den European Para Championships in Genf oder sogar bei den World Climbing Para Series in Südkorea einen großen Auftritt haben.

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