In Innsbruck tut sich was! Zwei vielversprechende Ausgründungen der Universität Innsbruck haben kürzlich Förderungen von der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws) erhalten. Diese Förderbank der Republik Österreich hat sich dem Ziel verschrieben, wissenschafts- und forschungsbasierte Start-ups zu unterstützen. Und das ist kein Zuckerschlecken: Das aws Seedfinancing hat eine Erfolgsquote von nur 20–25 %. Das macht es zu einer der selektivsten Frühphasenförderungen in unserem Land. Doch die beiden Unternehmen, KinCon biolabs und TerraAtmos, haben es geschafft!

KinCon biolabs GmbH, ein echtes Paradebeispiel für innovative Wissenschaft, bekommt ein aws Seedfinancing im hohen sechsstelligen Bereich. Was genau machen die da? Sie entwickeln eine patentierte Live-Cell Drug Profiling Plattform. Damit können die Wirkungen von Medikamenten in lebenden Zellen analysiert werden – total spannend! Mit der Finanzierung wollen sie ihre Business-Development- und Marketingkapazitäten ausbauen, Automatisierungslösungen implementieren und langfristige institutionelle Strukturen schaffen. Ein ambitioniertes Vorhaben, das die Zukunft der Medikamentenentwicklung revolutionieren könnte.

Ein Blick auf TerraAtmos

Aber auch die TerraAtmos GmbH darf sich über eine aws Preseed-Förderung im hohen fünfstelligen Bereich freuen. Was steckt hinter diesem Namen? Das Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, die Satelliten- und Wetterdaten kombiniert, um hochauflösende digitale Zwillinge der Erdoberfläche zu erstellen. Mit dieser Analyse können Oberflächentemperatur, Hitzestress, Verdunstungsraten und Energiebilanzen erfasst werden – alles wichtige Daten für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Die Idee dazu kam dem Gründer und CEO Yannick Back während seines Doktorats. Unterstützt wird er dabei vom InnCubator Innsbruck, einem sechsmonatigen Gründungsprogramm, das vielversprechenden Start-ups unter die Arme greift.

Die Förderungen sind nicht nur ein finanzieller Schub, sondern unterstreichen auch die Rolle der Universität Innsbruck als Brutstätte für innovative Unternehmensgründungen. Das projekt.service.büro unterstützt die Gründer bei der Drittmittelakquise und Forschungsprojekten. So wird sichergestellt, dass die vielversprechenden Ideen nicht in der Schublade verschwinden, sondern aktiv in der Wirtschaft Fuß fassen können.

Was steckt hinter den Förderungen?

Kommen wir zu den Details der aws-Förderungen! Diese bestehen aus bedingt rückzahlbaren Zuschüssen, die, ehrlich gesagt, für viele Start-ups eine enorme Hilfe sind. Es gibt branchenspezifische Beratung, Unterstützung hinsichtlich geistigem Eigentum und Coaching. Der Schutz von Innovationen wird großgeschrieben – schließlich sind nachhaltige Wettbewerbsvorteile das Ziel. Interessanterweise kann die Förderhöhe bis zu 1.000.000 € betragen, wenn man den Gender-Bonus in Anspruch nimmt. Ansonsten sind es maximal 889.000 €.

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Die öffentliche Förderquote beträgt 80 % der förderfähigen Kosten, wobei 10 % Eigenkapital von Gesellschaftern erforderlich ist. Das klingt nach einer soliden Unterstützung! Und für den Fall, dass das Unternehmen Gewinne abwirft oder verkauft wird, erfolgt die Rückzahlung zinsfrei innerhalb von 9-12 Jahren. Eine faire Regelung, die den Start-ups etwas Spielraum lässt.

Die Bedeutung von Förderungen für Innovation

In Österreich gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten für Unternehmen, die in Innovations- und Technologieprojekte investieren wollen. Diese stammen von Bund, Ländern oder sogar der EU. Beratung und Unterstützung zu Förderprogrammen bieten geförderte Unternehmensberatungen und die Experten der Wirtschaftskammern – eine wertvolle Ressource für Start-ups, die oft nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) etwa bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Projekte in jeder Phase der Forschung und Entwicklung. Und für die, die international aktiv sind, gibt es das Frontrunner-Programm der FFG.

Nicht zu vergessen: Das zentrale EU-Programm für Forschung und Innovation, Horizon Europe, bietet eine Plattform für Unternehmen und Forscher, die an einem innovativen Europa arbeiten wollen. Die Fördermöglichkeiten sind vielfältig und reichen von IT-Investitionen bis hin zu E-Business-Anwendungen. Es ist also eine spannende Zeit für Start-ups in Österreich!

Ob KinCon biolabs oder TerraAtmos – die Zukunft sieht vielversprechend aus, und Innsbruck spielt dabei eine entscheidende Rolle. Man darf gespannt sein, welche Innovationen aus dieser dynamischen Umgebung hervorgehen werden!