In Innsbruck tut sich was – und zwar für unsere stacheligen Freunde, die Igel! Tierschutz Austria hat kürzlich eine spannende Initiative ins Leben gerufen, um die längste „Igel-Straße“ Österreichs zu schaffen. Die Idee dahinter? Ein Netzwerk von tierfreundlichen Gärten, die durch eine neue Garten-Vignette miteinander verbunden werden sollen. Ein echtes Paradies für die kleinen Stachelritter!

Die Igel sind auf private Gärten im Siedlungsraum angewiesen. Doch oft sind sie mit Hindernissen konfrontiert: Zäune, Mauern und versiegelte Flächen machen viele Gärten zu Sackgassen. Das ist nicht nur frustrierend, sondern auch gefährlich für die Tiere. Zusätzlich kommen Probleme wie Pestizide, Kunstdünger und Mähroboter hinzu, die das Überleben der Igel weiter erschweren. Es ist also höchste Zeit, etwas zu unternehmen!

Ein Netzwerk für die Natur

Beim Start der Aktion wurden bereits über 275 Gärten registriert und 150 Vignetten verkauft. Das bedeutet mehr als 100.000 Quadratmeter Gartenfläche, die nun naturnah gesichert sind. Und das Beste daran? Es ist eine über 10 Kilometer lange „Igel-Straße“ entstanden! Martin Aschauer, Sprecher von Tierschutz Austria, ist über die schnelle Teilnahme der Menschen begeistert und sieht darin ein Zeichen für das wachsende Bewusstsein für die Bedürfnisse der Wildtiere.

Die Garten-Vignette macht nicht nur Gärten sichtbar, die tierfreundlich gestaltet sind – sie zeigt auch die kleinen, aber feinen Maßnahmen auf, die einen großen Unterschied bewirken können. Durchgänge im Zaun, heimische Pflanzen und der Verzicht auf Gift sind nur einige einfache Schritte, die helfen können, Igel und andere Tiere zu unterstützen. Die Initiative hat das Ziel, private Gärten zu Rückzugsorten und Wanderflächen für Tiere zu verwandeln.

Ein Blick über die Grenzen

Doch während wir uns hier in Innsbruck um die Igel kümmern, gibt es auch ernstzunehmende Herausforderungen in anderen Regionen. In Bayern wurde kürzlich das Bornavirus (BoDV-1) bei mehreren Igeln nachgewiesen. Dieses Virus kann zu tödlichen Gehirnentzündungen führen und ist vor allem in bestimmten Teilen Deutschlands, der Schweiz und auch Österreichs verbreitet. Experten schätzen, dass die Igelpopulation nicht direkt gefährdet ist, aber man sollte dennoch vorsichtig sein. Es wird empfohlen, Igel nicht zu berühren und Futterschalen gründlich zu reinigen, um das Risiko eines Kontakts zu minimieren.

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Inmitten dieser Herausforderungen zeigen Projekte wie die „Igel-Straße“ in Innsbruck, dass wir gemeinsam einen positiven Einfluss auf das Leben der Wildtiere in unserer Umgebung haben können. Es ist einfach schön zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, ihren Garten zu einem Lebensraum für Igel und andere Tiere zu machen. Vielleicht gibt es bald auch in deiner Nachbarschaft eine tierfreundliche Oase!