Am 9. Mai 2026 war das Tivoli in Innsbruck der Schauplatz eines packenden Duells in der Regionalliga West. Über 4.000 Zuschauer waren gekommen, um Zeuge eines echten Tiroler Derbys zwischen Wacker Innsbruck und dem SC Imst zu werden. Die Luft war zum Schneiden und die Erwartungen hoch – keiner wollte sich das Spektakel entgehen lassen.
Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Bereits in der 16. Minute zappelte der Ball im Netz. Benjamin Kraft, der Mann des ersten Aktes, ließ die Wacker-Defensive mit einem strammen Distanzschuss alt aussehen und brachte die Gäste aus Imst mit 1:0 in Führung. Ein Schock für die Innsbrucker, die jedoch nicht aufgaben und mit viel Kampfgeist weiter nach vorne drängten.
Ein Spiel voller Emotionen
Die erste Halbzeit verlief ohne weitere Tore, doch die Intensität war spürbar. Beide Teams schenkten sich nichts, und die Schiedsrichterentscheidung, die zu insgesamt neun Gelben Karten führte, war ein Hinweis auf die hitzige Stimmung. Wacker Innsbruck ließ sich von dem Rückstand nicht beirren und suchte nach Gelegenheiten. Doch die Pause kam, und der Rückstand blieb bestehen.
In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel dann durch einen unbespielbaren Platz für einige Minuten unterbrochen – ein weiterer Knackpunkt, der die Nerven der Fans strapazierte. Doch die Innsbrucker fanden zurück ins Spiel. In der 79. Minute war es dann endlich so weit: Rami Tekir erzielte den Ausgleich zum 1:1. Ein kollektives Aufatmen durchzog die Ränge!
Die Wende im Derby
Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit. Christoph Eller von Imst sah in der 70. Minute die Gelb-Rote Karte und schwächte dadurch sein Team erheblich. Wacker Innsbruck nutzte die Überzahl und drängte auf den Sieg. In der 94. Minute, als die Uhr bereits weit über der regulären Spielzeit stand, war es Anderson Agustín Rodríguez Arteaga, der das Unmögliche möglich machte und den Siegtreffer zum 2:1 erzielte. Die Freude kannte keine Grenzen, die Fans jubelten und feierten ihren vierten Liga-Sieg in Folge!
Trainer Sebastian Siller wurde für seine klugen Entscheidungen gelobt, während sein Kollege Jens Scheuer von Imst, trotz der Niederlage, Innsbruck gratulierte und anmerkte, dass das Spiel durch den Schiedsrichter beeinflusst wurde. Wacker Innsbruck bleibt nun auf Titelkurs – nur noch vier Punkte fehlen aus sechs verbleibenden Spielen für den Meistertitel. Der Verfolger, SV Seekirchen, könnte am Samstag patzen, was den Innsbruckern die Möglichkeit gibt, den Titel bereits am nächsten Wochenende in Schwaz zu sichern.
Ein spannender Abend für die Tiroler Fußballszene, der einmal mehr zeigte, was für ein Herzblut in diesen Spielen steckt. Der Kampf, die Leidenschaft und das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein, machen den Fußball in Innsbruck so besonders. Die Fans können sich schon jetzt auf das nächste Spiel freuen – denn der Traum vom Meistertitel ist zum Greifen nah!