In Innsbruck hat der Para-Kletterer Angelino Zeller, 29 Jahre alt und bekannt als der Dominator, wieder einmal ein starkes Zeichen gesetzt. Mit seinem charakteristischen Stirnband – das für ihn eine besondere Bedeutung hat, auch wenn er nicht abergläubisch ist – hat er die Herzen der Zuschauer erobert. Zeller, der 2017 durch einen tragischen Paragleitunfall eine Querschnittslähmung erlitten hat, hat sich als wahrer Kämpfer erwiesen. Er hat immerhin 15 Siege in der World Climbing Series errungen, darunter fünf in Innsbruck. Seit Juni 2021 ist er ungeschlagen, was seine beeindruckende Form und Hingabe unterstreicht.

Die Para-Climbing-Qualifikation in Innsbruck war ein echter Publikumsmagnet, mit 298 Paraathleten aus 31 Nationen, darunter 111 Damen und 187 Herren. Das ist Rekord! Zeller selbst sieht seine Rivalen nicht als Feinde, sondern betrachtet die Wand als seinen einzigen Gegner. „Es geht mir primär um meine persönlichen Bestleistungen“, betont er. Training ist für ihn alles: 15 bis 20 Stunden pro Woche widmet er sich verschiedenen Disziplinen. Klar, das schlägt sich auch in seiner Instagram-Fangemeinde nieder – 22.000 Follower, die seine Reise hautnah miterleben dürfen.

Ein starkes Team im Hintergrund

Seine Freundin Kristina steht ihm dabei mit voller Unterstützung zur Seite, selbst eine Ausdauersportlerin. Das ist doppelt schön, denn in einem solchen Sport ist es wichtig, jemanden an seiner Seite zu haben, der die Herausforderungen versteht. Am Mittwoch stehen die nächsten Qualifikationen im Bouldern an, mit fünf Frauen und acht Männern aus dem heimischen Verband. Das wird spannend, da kann man sich auf einiges gefasst machen!

Doch es geht nicht nur um Zeller. Die inklusive Bewegung im Sport wird immer wichtiger. Menschen mit Behinderungen möchten aktiv am Klettern, Bouldern, Skifahren und Wandern teilnehmen. Paraclimbing bietet diesen Sportlern die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und an nationalen sowie internationalen Wettkämpfen teilzunehmen. Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat erkannt, wie wichtig die Förderung von Paraclimbing ist. Das Team Germany, unter der Leitung von Bundestrainer Christoph Reichert, setzt sich für die Sichtbarkeit und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen im Leistungssport ein.

Es ist beeindruckend zu sehen, wie das Interesse an der Förderung von Menschen mit Behinderungen wächst. Ansprechpartner aus dem Paraclimbing Team Germany stehen den Landesverbänden zur Verfügung und helfen dabei, neue Trainingsgruppen zu gründen. Das zeigt, dass man die Barrieren im Sport gemeinsam abbauen kann. Wer Fragen hat oder mehr über Paraclimbing erfahren möchte, kann sich einfach an die angegebene E-Mail-Adresse wenden oder die Instagram-Seite @paraclimbing_team_germany besuchen. So bleibt man am Puls der Zeit und kann sich inspirieren lassen!

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