In den malerischen Dörfern Tirols, wo die Berge so majestätisch aufragen wie die Traditionen tief verwurzelt sind, gibt es eine neue Bewegung, die frischen Wind in die leeren Ortskerne bringen möchte. Die digitale Plattform „WeLocally“ hat sich das Ziel gesetzt, diese oft verwaisten Plätze wieder zum Leben zu erwecken. Ein ehrgeiziges Vorhaben, das nicht nur die Leerstände anpackt, sondern auch neue Impulse für die Gemeinden setzt und lokale Akteure vernetzt. Unterstützt wird diese Initiative von der Geschäftsstelle für Dorferneuerung des Landes Tirol, was die Sache gleich noch ein Stück glaubwürdiger erscheinen lässt.

In vielen Gemeinden ist es ein leidiges Thema: leerstehende Geschäftslokale und das Fehlen von Treffpunkten, wo man sich gemütlich auf einen Kaffee treffen könnte. Doch die Plattform hat bereits in Innsbruck gezeigt, dass es auch anders geht. Über 150.000 Euro konnten dort durch Crowdfunding für lokale Projekte gesammelt werden! Da waren einige beeindruckende Projekte dabei, wie die Kunst- und Architekturwerkstatt „Bilding“, die sich über 12.900 Euro für ein Buchprojekt freuen durfte. Auch die Kreativwerkstatt s’gelbe Eck und die Sauerteigland-Bäckerei konnten Unterstützer gewinnen, und das ist erst der Anfang.

WeLocally erobert neue Bezirke

Jetzt wird WeLocally in die Bezirke Innsbruck-Land, Kufstein und Kitzbühel ausgeweitet. Das ist mehr als nur ein Schritt – es ist ein Sprung ins neue Zeitalter des Miteinanders. Gemeinden, Vereine und sogar Privatpersonen haben die Möglichkeit, auf der Plattform Veranstaltungen, Projekte oder freie Räumlichkeiten zu präsentieren und Mitstreiter zu finden. Ein kostenloser Werkzeugkasten steht bereit, der nicht nur Crowdfunding ermöglicht, sondern auch das Teilen von Gewerbeflächen, digitale Schaufenster, Eventfunktionen und einen Marktplatz für Kooperationen umfasst. Damit wird es ganz leicht, Ideen in die Tat umzusetzen.

Am 25. Juni bietet die Gründerin Mirjam Mieschendahl zudem einen kostenlosen Online-Workshop zum Thema Crowdfunding an. Das klingt doch nach einer tollen Gelegenheit, um mehr über die Möglichkeiten zu erfahren und vielleicht die nächste große Idee zu verwirklichen!

Crowdfunding als Schlüssel zur Zukunft

Crowdfunding hat sich in der heutigen Zeit als ein effektives Instrument für Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung etabliert, wenn es denn richtig umgesetzt wird. Ein gutes Beispiel dafür ist das Modell von place2help in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Dort werden wichtige Bausteine für eine starke regionale Crowdfunding-Strategie geschaffen. Eine zentrale Anlaufstelle für Projekte, die Übersicht über diverse Crowdfunding-Plattformen bietet, ist nur der Anfang.

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Ein weiterer Punkt ist die Verzahnung von Online- und Offline-Kommunikation. Eine Plattform lebt schließlich von der Bekanntheit. Daher ist es wichtig, digitale Marketingkanäle zu nutzen und dennoch den persönlichen Kontakt zur Crowd nicht zu vernachlässigen. Veranstaltungen wie „Pitch&Network Rhein-Main“ bringen Projekte und Unterstützer zusammen und schaffen ein lebendiges Netzwerk.

Für erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen braucht es auch kompetente Projektinitiatoren. place2help unterstützt hier mit kostenlosen Erstberatungen und individuellen Austausch, was für viele eine große Hilfe darstellen kann. Und nicht zu vergessen: Kofinanzierung! Sie motiviert Projektinitiatoren, ihre Ideen umzusetzen und gibt den nötigen Anreiz, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen.

Ob in Tirol oder anderswo – die Zukunft wird regional gestaltet. Und wie wir wissen, ist es oft das Miteinander, das die besten Ideen hervorbringt.