Am Freitag, den 22. Mai 2026, war der Große Saal des Landhauses in Innsbruck-Land festlich geschmückt und voller Leben. Rund 140 Wasserretter:innen und zahlreiche Ehrengäste versammelten sich zur Jahreshauptversammlung der Tiroler Wasserrettung. Ein Ereignis, das nicht nur die Leidenschaft für das Retten von Menschen im Wasser zelebrierte, sondern auch neue Führungspersönlichkeiten ins Rampenlicht rückte. Christian Burger aus Osttirol wurde zum neuen Landesleiter gewählt und tritt damit in die Fußstapfen von Michael Stock, der die Organisation über viele Jahre hinweg geleitet hatte. Ein großer Dank galt ihm für seinen unermüdlichen Einsatz!

Christian Burger bringt eine beeindruckende Karriere mit, die sich nicht nur auf Osttirol beschränkt. Als ehemalige Leitung der Wasserrettung Osttirol hat er sich bereits einen Namen gemacht und wird nun die Tiroler Wasserrettung in eine neue Ära führen. „Die Professionalität, Kameradschaft und das freiwillige Engagement sind das Herzstück unserer Organisation“, betonte er in seiner ersten Ansprache. Und das Publikum? Total begeistert! Es war spürbar, dass alle hier sind, um die Organisation zukunftssicher weiterzuentwickeln und neue Ziele zu setzen.

Neue Gesichter, neue Perspektiven

Die Versammlung brachte auch frischen Wind in die Führungsstruktur. Neben Christian Burger wurden Priv.-Doz.in Mag.a Anita Siller als 1. Landesleiter-Stellvertreterin, Dr. Tobias Halder als 2. Landesleiter-Stellvertreter und Reinhard Hlebetz als 3. Landesleiter-Stellvertreter gewählt. Alle drei sind bestens vernetzt und bringen wertvolle Erfahrungen aus ihren jeweiligen Einsatzstellen mit. Besonders spannend wird es, wenn man bedenkt, dass Meinhard Pargger nun als Präsident des Landesverbandes die Geschicke leitet. Mit einer klaren Vision für die kommenden Jahre, insbesondere in Bezug auf den Ausbau der Infrastruktur und die finanzielle Absicherung der Einsatzstellen, hat das neue Präsidium einiges vor.

Es war auch eine Gelegenheit, besondere Verdienste zu ehren. Zahlreiche Mitglieder erhielten Auszeichnungen für ihren Einsatz, und es war ein bewegender Moment, als die Leistungen gewürdigt wurden. Die Freude und der Stolz waren in der Luft zu spüren; ein schöner Beweis dafür, wie wichtig die Wasserrettung für die Gemeinschaft ist.

Die Ausbildung der Wasserretter:innen

Ein zentraler Punkt, der immer wieder angesprochen wird, ist die Ausbildung der Wasserretter:innen. Die Basis bildet das Rettungsschwimmabzeichen, das in Bronze, Silber und Gold angeboten wird. Silber gilt dabei als Standard für aktive Mitglieder. Wer sich für die Wasserrettung entscheidet, muss keine olympischen Schwimmzeiten vorweisen – die Grundkondition reicht meist aus, um die Ausbildung zu absolvieren. Vorangegangen ist zudem ein Erste-Hilfe-Kurs, der nicht älter als drei Jahre sein darf.

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Nach dem Rettungsschwimmabzeichen beginnt die spezifische Ausbildung zum „Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst“. Hier werden nicht nur grundlegende Rettungstechniken vermittelt, sondern auch spezielle Fertigkeiten wie das Retten aus Flüssen oder das Arbeiten mit Booten geübt. Wasserretter:innen haben somit auch die Grundqualifikation im Sanitätsdienst und können bei Veranstaltungen unterstützen, was bedeutet, dass sie nicht nur im Wasser, sondern auch an Land einen wertvollen Beitrag leisten.

Die Tiroler Wasserrettung hat sich längst als unverzichtbarer Bestandteil der Sicherheitsinfrastruktur etabliert. Mit neuen Führungskräften und einem klaren Fokus auf Ausbildung und Infrastruktur steht die Organisation vor aufregenden Herausforderungen. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Wasserrettung in den kommenden Jahren entwickeln wird – und wir dürfen gespannt sein auf die nächsten Schritte unter der Leitung von Christian Burger und seinem Team.