Während die Pfingstfeiertage näher rücken, steht in Tirol ein Verkehrschaos ins Haus, das so manch einen ins Schwitzen bringen könnte. Die Polizei hat bereits angekündigt, ab diesem Freitag, dem 22. Mai, verstärkt Kontrollen durchzuführen, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Das ist auch dringend nötig, denn im vergangenen Jahr gab es an Pfingsten 53 Verkehrsunfälle mit 65 Verletzten – glücklicherweise ohne Todesopfer. Dennoch ist die Warnung klar: Wer zu schnell oder unvorsichtig fährt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Der Leiter der Tiroler Verkehrspolizei, Enrico Leitgeb, hat in einem eindringlichen Appell betont, wie wichtig eine defensive Fahrweise ist. „Wer vorausschauend fährt, kann nicht nur Unfälle vermeiden, sondern auch entspannter an sein Ziel gelangen“, sagte er. Um das zu gewährleisten, wird es am Pfingstwochenende zahlreiche Kontrollen geben. Geschwindigkeitsmessungen, Überprüfungen der Alkohol- und Drogenbestimmungen und die Kontrolle von Überholverboten stehen auf dem Programm. Zivilstreifenfahrzeuge werden zudem dafür sorgen, dass die Tempolimits eingehalten werden.

Fahrverbote und Blockabfertigung

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Fahrverboten, die in den Bezirken Innsbruck-Land, Reutte, Kufstein und Innsbruck für durchreisende Kraftfahrzeuge gelten. Auch die Ortsdurchfahrt von Nassereith im Bezirk Imst ist für den Durchgangsverkehr gesperrt. Für Lkw über 7,5 Tonnen gilt ein Fahrverbot auf der Inntalautobahn (A12) und der Brennerautobahn (A13) am Freitag von 7 bis 22 Uhr und am Samstag von 7 bis 15 Uhr. Das bedeutet, dass unberechtigte Lastwagen von der Polizei gestoppt werden. Um das Verkehrsaufkommen zu regulieren, wird am Grenzübergang Kufstein auch eine Blockabfertigung aktiviert.

Die Maßnahmen sind nicht nur ein Schlag gegen den Verkehr, sondern auch ein Schritt in Richtung mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Besonders an den Samstagen bis Ende September wird es eine strikte Regelung geben, die darauf abzielt, die Straßen von überflüssigem Verkehr zu befreien. Die Polizei wird auch die Einhaltung dieser Fahrverbote überwachen, sodass man besser nicht auf die Idee kommen sollte, sie zu ignorieren.

Stauprognosen für die Pfingsttage

Wenn wir einen Blick auf die Stauprognosen werfen, wird schnell klar, dass die Pfingsttage alles andere als entspannend werden. Laut dem ADAC sind zähe Verkehrsbedingungen und lange Staus auf den Autobahnen zu erwarten. Besonders der Freitag, der 22. Mai, wird zwischen 11 und 19 Uhr stark belastet sein. Am Samstag, dem 23. Mai, sind von 10 bis 15 Uhr ebenfalls Verzögerungen zu erwarten, während der Pfingstsonntag – komischerweise – der beste Reisetag sein soll. Wenig Verkehr und die Möglichkeit, die Natur zu genießen, locken viele Ausflügler an.

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Die Autobahnen sind jedoch nicht nur wegen des Feiertags stark frequentiert. Über 1.000 Baustellen machen das Fahren nicht gerade einfacher. Und dann sind da noch die hohen Spritpreise, die einige Reisende vielleicht dazu verleiten, ihre Pläne zu überdenken. Die Grenzkontrollen könnten zudem für längere Wartezeiten sorgen, sodass man besser rechtzeitig losfährt, um nicht in die Bredouille zu geraten.

Die Verkehrsinformationszentrale der Polizei wird während der Pfingsttage über akute Behinderungen auf den Hauptverkehrsstraßen informieren. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte regelmäßig einen Blick darauf werfen, um die beste Route zu finden. Schließlich möchte man ja nicht im Stau stehen, während das Wetter einladend zum Verweilen einlädt. Und wie sagt man so schön? Der Weg ist das Ziel – aber nur, wenn man nicht im Stau steckt!