Am 30. Mai wird es in Tirol ganz schön eng auf den Straßen. Die Brenner Autobahn (A13) zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brennerpass wird von 11:00 bis 19:00 Uhr gesperrt. Das betrifft nicht nur die Autobahn, sondern auch die Brenner Straße (B182) und die Ellbögener Straße (L38). Wer also mit einem Ziel in Tirol unterwegs ist, kann sich freuen – für den Ziel- und Quellverkehr bleibt die Durchfahrt offen. Doch für alle anderen wird’s richtig stressig. Die Verkehrsauswirkungen werden als dramatisch eingeschätzt! Wenn man bedenkt, dass auch die B182 und L38 gesperrt sind, gibt es keine direkten Umleitungen oder staufreie Alternativen.

Und als ob das nicht genug wäre, wird der Urlauberschichtwechsel die Tauern- und Pyhrn Autobahn zusätzlich überlasten. Hier wird’s richtig eng, da man auch auf der Tauern Autobahn (A10) in Salzburg mit Abfahrtssperren rechnen muss. Wer denkt, er könnte über den Felbertauern oder den Reschenpass ausweichen, muss sich beeilen – auch dort gibt es Baustellen, die nur einspurig mit Ampelregelung befahrbar sind. Es ist zudem wichtig zu wissen, dass an sämtlichen Grenzübergängen umfassende Kontrollen durchgeführt werden. Man muss nachweisen, dass man tatsächlich ein Ziel in der Region hat. Das kann eine Buchungsbestätigung oder eine Lieferunterlage sein. Also, nichts mit einfach mal durchfahren!

Stau und Baustellen – ein Dauerthema

Aber das ist noch lange nicht alles. Die Sanierung der Luegbrücke sorgt dafür, dass Autofahrer am Brenner immer wieder mit erheblichen Behinderungen rechnen müssen. Diese Baustelle wird sich über mehrere Jahre ziehen – das ist kein Spaß! Während der Hochsaison stehen zwar pro Fahrtrichtung zwei Spuren zur Verfügung, aber für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gilt: Die linke, innere Spur ist ihre einzige Option. Die äußere Spur bleibt für sie gesperrt, was die Staugefahr über die gesamte Reisesaison hoch hält. PKW und Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen können beide Spuren nutzen, aber die Geduld der Reisenden wird trotzdem auf eine harte Probe gestellt.

Die Tauernautobahn und die Pyhrnautobahn sind bis Ende Juni ebenfalls nicht ohne weiteres nutzbar – hier laufen umfangreiche Tunnelsanierungen. Vor der Tunnelkette Werfen kommt es regelmäßig zu Staus. Und wenn man denkt, man könnte einfach auf die Felbertauernstraße oder die Pyhrnautobahn ausweichen, sollte man das gut überlegen. Die Timmelsjoch- und Stallersattelstrecke sind im Winter sowieso gesperrt und im Sommer oft nur einspurig. Das klingt nicht gerade nach einem entspannten Roadtrip, oder?

Blick in die Zukunft

Was heißt das für die kommenden Jahre? Nun, auch in der Reisesaison 2026 wird der Brenner eine Stau-Hochburg bleiben. Die Baustelle an der Luegbrücke führt weiterhin zu häufigen Verkehrsbehinderungen, da die Strecke überwiegend einspurig befahrbar ist. Die Pläne sehen vor, eine neue Brücke mit zwei Fahrstreifen parallel zur bestehenden Brücke zu errichten. Das Ganze soll bis 2030 abgeschlossen sein. Die alte Brücke wird dann abgerissen. Wenn man bedenkt, dass 2022 bereits über 16,58 Millionen Pkw und 2,73 Millionen Lkw über den Brenner rollten, wird klar, dass die Verkehrssituation alles andere als entspannt bleibt.

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Für die Reisenden bleibt nur der Tipp, frühmorgens zu starten, um Staus zu vermeiden, und vielleicht großräumige Umfahrungen über Gotthard oder San Bernardino in Betracht zu ziehen. Die Felbertauernstraße und die Pyhrnautobahn sind ebenfalls Optionen, jedoch mit Vorsicht zu genießen. Vielleicht also doch einfach mal die Füße hochlegen und auf einen besseren Zeitpunkt warten? Wer weiß, vielleicht wird das Reisen durch Tirol bald wieder entspannt! Aber bis dahin heißt es: Augen auf und Geduld mitbringen!