Die Tour of the Alps 2026 hat am Montag, den 20. April, mit einem aufregenden Auftakt in der malerischen Region rund um Innsbruck, Telfs und Rietz begonnen. Die erste Etappe erstreckte sich über 144 Kilometer und bot den Zuschauern einen dynamischen Rennverlauf. Besonders im Fokus der ersten Etappe stand der talentierte Emanuel Zangerle aus Rietz, der für das Team Vorarlberg fährt. Zangerle zeigte gleich zu Beginn seine Ausdauer und Initiativkraft, indem er die erste Attacke des Rennens startete.
Zusammen mit Josef Dirnbauer vom Team Austria und Tobias Nolde bildete Zangerle ein Trio, das es schaffte, einen beeindruckenden maximalen Vorsprung von 4:40 Minuten herauszufahren. Während das Hauptfeld, angeführt von den INEOS Grenadiers, an den Anstiegen rund um Götzens das Tempo erhöhte, zeigte Zangerle sein Können, indem er eine Bergwertung gewann. Leider wurde er fünf Kilometer vor dem Ziel eingeholt, doch sein Einsatz blieb nicht unbemerkt. Der Etappensieg ging an Tommaso Dati, gefolgt von Tom Pidcock und Florian Stork. Dennoch konnte Zangerle das Bergtrikot und die Auszeichnung für den kämpferischsten Fahrer gewinnen.
Die zweite Etappe
Am Dienstag, dem 21. April, führte die zweite Etappe das Fahrerfeld von Telfs nach Martelltal über 147,5 Kilometer. Diese Etappe stellte sich als Herausforderung dar, da sie den Erstkategorie-Anstieg Piller Höhe und den Reschenpass beinhaltete. Zangerle war erneut Teil einer frühen Ausreißergruppe und konnte bis zu fünf Minuten Vorsprung herausfahren. Doch auch hier wurde die Fluchtgruppe im Schlussanstieg nach Martell eingeholt. Die Etappe endete mit dem Sieg von Giulio Pellizzari, während Zangerle seine Sondertrikots erfolgreich verteidigte.
Nach der 2. Etappe stehen die Trikot-Träger fest: In der Gesamtwertung führt Giulio Pellizzari (Red Bull–BORA–hansgrohe), während Emanuel Zangerle weiterhin das Bergtrikot und die Auszeichnung als Ausreißerkönig trägt. Der Kampf um die Punktewertung und den Titel als bester Nachwuchsfahrer gehört ebenfalls Pellizzari.
Ein Rückblick auf die Tour
Die Tour of the Alps feierte vor dem Start der ersten Etappe ihr zehnjähriges Bestehen. Politische Vertreter der Euregio hoben die Bedeutung dieser Tour für die Region hervor. Es ist bemerkenswert, dass die Tour weltweit in über 100 Ländern übertragen wird und im Jahr 2025 einen Medienwert von 17,2 Millionen Euro erzielte. Dieses internationale Straßenradrennen, das bis 2016 als Giro del Trentino bekannt war, hat sich seit seiner Wiederbelebung 1979 zu einem wichtigen Höhepunkt im Radsportkalender entwickelt.
Mit seinen anspruchsvollen Alpenetappen dient die Tour of the Alps als bedeutendes Vorbereitungsrennen für den Giro d’Italia. Die Rundfahrt gehört seit 2005 zur UCI Europe Tour und ist mittlerweile Teil der UCI ProSeries. Rekordsieger ist der Italiener Damiano Cunego mit drei Gesamtsiegen und sechs Etappensiegen, was den hohen Stellenwert der Veranstaltung unterstreicht.
Die dritte Etappe, die am 22. April stattfinden wird, umfasst 175,1 Kilometer von Latsch nach Arco und beinhaltet den langen Anstieg zum Hofmahdjoch. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Fahrer in den kommenden Tagen schlagen werden.