Ein ganz besonderes Ereignis steht bevor: Am 10. Mai feiert das Stück „Bei fünf Grad schmilzt kein Herz“ von Eva Maria Gintsberg seine Premiere im Westbahntheater Innsbruck. Es wird inszeniert von Torsten Schilling und verspricht, die Zuschauer mit seiner packenden Handlung in den Bann zu ziehen. Die Besetzung kann sich sehen lassen: Brigitte Jaufenthaler spielt die Rolle der Iriana, Markus Oberrauch verkörpert den Biologie-Professor Ludwig und Andrea Praxmarer gibt der ehrgeizigen Dana ihr Gesicht. Es ist ein Ensemble, das viel verspricht!

Die Geschichte dreht sich um die komplexen Beziehungen zwischen diesen drei Figuren und thematisiert Verlust, Sehnsüchte und familiäre Belastungen. Iriana hat ihr Kind verloren und kämpft mit dem Schatten dieses Schicksals, während Ludwig, der kurz vor dem Durchbruch einer neuen Stammzellentherapie steht, in seiner eigenen Welt gefangen scheint. Dana, die leidenschaftlich Biologie studiert, bringt frischen Wind ins Geschehen, doch ihre Ankunft löst auch eine Kette von schmerzhaften Erinnerungen und Fragen aus. Wer sagt die Wahrheit? Was ist wirklich geschehen?

Einblicke in die Erzählungen

Die Handlung ist in zwei Erzählungen unterteilt, die aus der Sicht der drei Protagonisten erzählt werden. In der ersten Erzählung erfahren wir von Iriana, die heimlich ihr erstes Kind zur Adoption freigab, ohne dass Ludwig etwas davon wusste. Ein schmerzhafter Verlust, der sie nicht loslässt. Und dann ist da noch Dana, die Iriana glaubt, als ihre Tochter erkannt zu haben. Diese Verwirrung führt zu einer emotionalen Achterbahnfahrt, die das Publikum sicher fesseln wird.

Die zweite Erzählung zeigt die drei Figuren an einem Tisch, wo alltägliche Gespräche zwischen Ernst und Komik stattfinden. Ludwig liest Zeitung, während Dana Musik hört und Iriana auf das Essen wartet. Plötzlich wird das Thema Elternschaft zwischen Ludwig und Dana zur zentralen Frage – ein Spiel, das die Grenzen zwischen den beiden Erzählungen verschwimmen lässt. Sind die Figuren aus der ersten und zweiten Erzählung fremd oder vielleicht doch Spiegelbilder ihrer selbst?

Themen, die berühren

„Bei fünf Grad schmilzt kein Herz“ berührt nicht nur das Publikum im Theater, sondern reiht sich auch in einen größeren Diskurs über Verlust und Trauer ein, der in den letzten Jahren in der Kunst immer präsenter wird. In Berlin etwa widmen sich zahlreiche Museen und Galerien diesen Themen, die auch hierzulande nicht fremd sind. Verlust und Trauer sind universelle Erfahrungen, die Menschen verbinden – sie sind wie ein unsichtbares Band, das durch die unterschiedlichsten Lebensgeschichten zieht.

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Die Installation „Work of Mourning“ zeigt zum Beispiel, wie Künstler*innen den Verlust ihrer Mütter verarbeiten. Solche künstlerischen Auseinandersetzungen sind wichtig, um Gefühle auszudrücken, die oft ungesagt bleiben. Joan Didion hat einmal gesagt, dass es keinen „realen Weg“ gibt, mit Verlust umzugehen – und genau das spiegelt sich auch in den Themen von Gintsbergs Stück wider. Die Frage nach der menschlichen Belastbarkeit und der Suche nach Trost zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk.

Die weiteren Vorstellungen des Stücks finden am 22., 23., 24., 29., 30. und 31. Mai jeweils um 20 Uhr statt (19 Uhr an Sonn- und Feiertagen). Kartenreservierungen sind online oder telefonisch unter 0676/4988025 möglich. Wenn ihr also auf der Suche nach einem Theatererlebnis seid, das unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt, solltet ihr euch „Bei fünf Grad schmilzt kein Herz“ nicht entgehen lassen!