Am 25. April 2026 wird das Freie Theater Innsbruck, auch bekannt als BRUX, zur Bühne für ein aufregendes neues Stück des Kindertheatervereins enemenemuh. Unter dem Titel „Das Land der fast fertigen Dinge“ verspricht die Premiere eine Reise in die Welt der Fantasie und der kreativen Entfaltung. Die Geschichte dreht sich um die junge Koko, die sich aufmacht, ein Plakat für die Schule zu gestalten. Doch ihre Pläne nehmen eine unerwartete Wendung, als Herr Klim Bim sie in virtuelle Welten entführt. Dieses Abenteuer thematisiert die Bedeutung der Vollendung von Dingen und lädt Kinder ab 6 Jahren ein, die Kraft der Kreativität zu entdecken.
Das Stück wurde von der talentierten Madeleine Steinwender geschrieben und wird in mehreren Sprachen aufgeführt: Deutsch, Türkisch, Kroatisch und Englisch. So wird das Theatererlebnis nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell vielfältig gestaltet. Die Inszenierung liegt in den Händen von Therese Hofmann und Michèle Jost, die gemeinsam mit einem engagierten Team aus Schauspieler:innen, darunter Salha Fraidl und Elena-Maria Knapp, ein kreatives und detailreiches Bühnenbild sowie eindrucksvolle Kostüme und Requisiten kreiert haben.
Ein interkulturelles Erlebnis
Die mehrsprachige Aufführung ist nicht nur ein Highlight für die kleinen Zuschauer, sondern fördert auch die Begegnung unterschiedlicher Kulturen. Theaterpädagogik wird hierbei zu einem wichtigen Werkzeug, um Sprachbarrieren abzubauen und Empathie zu fördern. Fabian Erban, ein Experte auf diesem Gebiet, betont die Bedeutung von Theater als Plattform für interkulturellen Austausch. Er hat durch seine Projekte mit Jugendlichen, insbesondere solchen mit besonderem Förderbedarf, erlebt, wie spielerische Übungen und kreative Methoden dazu beitragen, Hemmungen abzubauen und das Selbstbewusstsein zu stärken.
Seine Erfahrungen zeigen, dass Theater nicht nur zur Unterhaltung dient, sondern auch als Medium, um soziale Kompetenzen und kulturelles Verständnis zu fördern. Projekte wie „It’s time to connect“, bei dem Teilnehmer:innen aus verschiedenen Ländern zusammenkommen, verdeutlichen, wie Theaterpädagogik Sprachbarrieren überwindet und Gemeinschaftsgefühl schafft. Fabians Ansatz, spielerische Routinen und kreative Übungen zu integrieren, hat schon viele Jugendliche dazu ermutigt, ihre Stimme zu finden und sich aktiv am kulturellen Leben zu beteiligen.
Einladung zur Mitgestaltung
Die Premiere von „Das Land der fast fertigen Dinge“ im BRUX ist somit mehr als nur ein Theaterstück – sie ist ein Aufruf an alle Kinder und Jugendlichen, sich kreativ auszudrücken und neue Wege der Kommunikation zu entdecken. Das vielfältige Programm, das sowohl künstlerische als auch interkulturelle Dimensionen umfasst, bietet eine einmalige Gelegenheit, die eigene Kreativität zu entfalten und gleichzeitig die Schönheit der Vielfalt zu erleben. Mit einem spannenden Rahmen und einem engagierten Ensemble wird dieser Theaterbesuch sicher unvergesslich bleiben.