Es war ein tragischer Samstag, der in Längenfeld, Bezirk Imst, seinen Lauf nahm. Ein 61-jähriger Italiener, ein erfahrener Jäger, war gemeinsam mit zwei österreichischen Jagdkameraden unterwegs, um am Jägersteig Sicherungsarbeiten durchzuführen. Wer kennt das nicht? Man ist in der Natur, der Wind weht, die Vögel zwitschern und man hat das Gefühl, alles ist in Ordnung. Doch plötzlich kann es ganz anders kommen. Während der Rückkehr rutschte der Mann in dem felsigen, weglosem Gelände aus und stürzte bis zu 40 Meter in die Tiefe. Das ist nicht einfach nur ein Unfall, das ist ein echter Schock.
Die Alarmglocken läuteten schnell. Einer der Jagdkameraden setzte den Notruf ab, während der andere Erste Hilfe leistete. In solchen Momenten zeigt sich oft, wie wichtig jede Sekunde ist. Der Notarzthubschrauber und die Tiroler Bergretter waren rasch vor Ort, um die Versorgung des Verunfallten zu übernehmen. Doch trotz aller Bemühungen erlag der Italiener im LKH Innsbruck seinen schweren Verletzungen. Man kann sich kaum vorstellen, wie viele Gedanken einem in einem solchen Moment durch den Kopf gehen.
Erste Hilfe am Berg
Der Vorfall macht deutlich, wie lebenswichtig es ist, auf derartige Situationen vorbereitet zu sein. Ein Erste-Hilfe-Kurs kann der Schlüssel sein, um in Notfällen richtig zu handeln. Das Rote Kreuz bietet regelmäßig solche Kurse an, und es wäre wirklich ratsam, einen solchen zu besuchen. Wer weiß, wann man selbst in einer Notsituation helfen muss? Die Deutschen Alpenvereine empfehlen außerdem, dass jeder Bergsportler ein gut ausgestattetes Erste-Hilfe-Set im Rucksack haben sollte. Denn auch die beste Vorbereitung kann nicht schaden.
Ein Erste-Hilfe-Set sollte mindestens Wundschnellverbände, elastische Binden, Tape, Einmalhandschuhe, Dreieckstücher und Verbandpäckchen enthalten. Man weiß ja nie, was einem in den Bergen begegnen kann, und es ist besser, auf alles vorbereitet zu sein. Zudem sollte man sich im Klaren sein, dass die Erste Hilfe immer oberste Priorität hat. Ruhig bleiben, die Situation beurteilen und den Notruf absetzen – das sind die ersten Schritte, die man im Falle eines Unfalls beachten sollte. Die Notrufnummer 112 ist hier die richtige Wahl, auch wenn es in den Bergen manchmal Funklöcher gibt.
Im Ernstfall ist es auch wichtig, die verletzte Person aus der Gefahrenzone zu bringen und sie vor Unterkühlung zu schützen. Hierbei bleibt man am besten ruhig und gibt der betroffenen Person das Gefühl, dass sie nicht allein ist. Das alles klingt vielleicht nach viel, aber die kleinen Dinge können in einer solchen Situation einen großen Unterschied machen. Der Bergsport ist eine Leidenschaft, die uns mit der Natur verbindet, aber wir sollten nie vergessen, dass Vorsicht besser ist als Nachsicht. Und natürlich wünscht der Deutsche Alpenverein allen Bergsportler*innen sichere Touren und eine gesunde Rückkehr ins Tal.