Die Imster Bergbahnen sind ein wahres Juwel in den Tiroler Alpen, und das nicht nur im Winter. Im Angesicht der Herausforderungen durch den Klimawandel, steigende Energiepreise und ein sich veränderndes Freizeitverhalten haben die Verantwortlichen in Imst frühzeitig auf ein Ganzjahreskonzept gesetzt. Und das mit durchschlagendem Erfolg! Die Sommermonate haben sich als die stärksten Saisons herausgestellt, was nicht zuletzt an den vielseitigen Angeboten der Region liegt.
Ein echtes Highlight ist die Alpine Coaster Imst, die mit einer Länge von 3,5 km die längste Alpine Coaster der Welt ist und sogar im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet ist. Aber das ist nicht alles: Die rasante Fahrt beginnt auf 1.500 m Seehöhe und führt durch wunderschöne Nadelwälder hinunter ins Tal. Wer sich traut, kann Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h erreichen und dabei die atemberaubenden Ausblicke auf die Tiroler Bergwelt genießen. Und das Beste? Auch im Winter ist die Coaster-Bahn nutzbar!
Ein Ort für die ganze Familie
Die Alpine Coaster zieht seit ihrer Eröffnung im Jahr 2004 mit über 2,6 Millionen Fahrten zahlreiche Besucher an. Die Strecke ist so konzipiert, dass sie für verschiedene Altersgruppen geeignet ist, was sie zu einem idealen Ziel für Familien macht. Kinder ab 8 Jahren dürfen alleine fahren, während kleinere Kids im Doppelsitzer mit einem Erwachsenen Platz nehmen können. Sicherheit wird hier großgeschrieben: Vor der Fahrt gibt es eine Sicherheitseinweisung und die Schlitten sind mit gepolsterten Sitzen und Sicherheitsgurten ausgestattet.
Doch die Imster Bergbahnen bieten noch viel mehr als nur die rasante Abfahrt auf der Coaster-Bahn. Die Infrastruktur umfasst zwei Gondelbahnen, einen Schlepplift, ein Übungsgelände sowie zwei Naturrodelbahnen und neun Pistenkilometer. Die neue Gondelbahn hat den Zugang besonders für ältere Menschen und Familien verbessert, was von den Einheimischen sehr gut angenommen wird. Bürgermeister Stefan Weirather hebt die Bedeutung dieser Einrichtungen für die Lebensqualität in der Region hervor.
Ganzjahresbetrieb und Investitionen
Die Imster Bergbahnen finanzieren ihren Betrieb eigenständig und haben in die technische Beschneiung sowie in moderne Seilbahninfrastruktur investiert, die 2021 erneuert wurde. Geschäftsführer Bernhard Schöpf betont die Unabhängigkeit vom Wintertourismus. Das macht sich auch in den Zahlen bemerkbar: Seit der Eröffnung der neuen Seilbahn im Dezember 2021 haben bereits über 2,5 Millionen Gäste die Bergbahnen genutzt. Im Sommer sind die Angebote wie Klettern, Wandern und zahlreiche Veranstaltungen ein echter Magnet.
Die Gastronomie am Berg, mit Hütten wie der UAlm, der Latschenhütte und der Muttekopfhütte, trägt zusätzlich zur Aufenthaltsqualität bei. Hier kann man nach einem spannenden Tag in der Natur bei einem guten Essen entspannen. Die Region hat also für jeden etwas zu bieten – von sportlichen Aktivitäten bis hin zu kulinarischen Genüssen.
Die Herausforderungen des Winters
In der aktuellen Skisaison sieht die Lage in anderen Regionen, wie etwa in den bayerischen Alpen, ganz anders aus. Hier wird zunehmend Kunstschnee verwendet, und viele Skigebiete müssen aufgrund von zu wenig Naturschnee bereits Pisten schließen. Ein trauriges Beispiel ist der Familienbetrieb im Skigebiet Kranzberg, der Insolvenz anmelden musste, nachdem die Pisten nur an 34 Tagen geöffnet waren. In den Imster Bergbahnen hingegen wird auf Vielfalt und Nachhaltigkeit gesetzt, um auch in Zukunft ein attraktives Freizeitangebot für Einheimische und Touristen zu schaffen.
Die Imst Tourismus GmbH, vertreten durch Martin Winkler, hebt die wirtschaftliche Bedeutung der langen Sommersaison hervor. Mit einem Konzept, das auf ganzjährige Attraktivität setzt, sind die Imster Bergbahnen gut aufgestellt, um den Herausforderungen des Klimawandels und veränderten Freizeitverhaltens zu begegnen. Und während anderswo die Pisten leer bleiben, ziehen die Bergbahnen in Imst auch im Sommer die Menschen magisch an.