Hoffnung in Zeiten der Not: Tirols Caritas im Einsatz für die Gemeinschaft
Heute ist der 18.06.2026 und in Tirol gibt es einiges zu berichten. Die Tiroler Caritasdirektorin Elisabeth Rathgeb hat bei einer Pressekonferenz in Lienz alarmierende Zahlen präsentiert: Fast 102.000 Menschen leben hier an oder unter der Armutsgrenze. Das ist eine beunruhigende Realität, die viele von uns betrifft oder betreffen könnte, denn die steigenden Lebenshaltungskosten und die Teuerung machen das Leben für viele wirklich schwer. Da ist es kein Wunder, dass die Caritas mit ihren Angeboten für Sozialberatung und Familienhilfe zur Stelle ist und versucht, den Menschen unter die Arme zu greifen.
Gertraud Holzer, die Bereichsleiterin der Caritas in Osttirol, hat über die regionalen Hilfsangebote berichtet. Im letzten Jahr gab es über 650 Beratungen in der Sozialberatung – eine Zahl, die zeigt, wie dringend diese Unterstützung benötigt wird. Besonders betroffen sind Menschen mit geringem Einkommen, die länger arbeitslos sind oder mit gesundheitlichen Problemen kämpfen. Wer keine finanziellen Rücklagen hat, gerät schnell in prekäre Situationen, wenn das Leben mal wieder unerwartete Wendungen nimmt.
Hilfe im Alltag
Die Familienhilfe der Caritas ist ein weiteres wichtiges Standbein. Sie hilft Familien im Alltag, sei es bei Überlastung, Krankheit oder rund um die Geburt eines Kindes. Über 2.800 Stunden wurden im vergangenen Jahr von den engagierten Mitarbeiterinnen geleistet. Dabei ist es auffällig, dass 80 Prozent der Einsätze akute psychische und physische Überlastungssituationen betreffen. Ein Blick in die Teestube Lienz, die in Kooperation mit dem Franziskanerkloster und dem Dekanat Lienz betrieben wird, offenbart, dass in den letzten sieben Monaten rund 1.540 Personen diesen Ort der Begegnung besucht haben. Hier gibt es warme Getränke und eine kleine Auszeit vom Alltag.
Die Teestube ist von Mitte Oktober bis Mitte Mai geöffnet und wird tatkräftig von 38 Ehrenamtlichen unterstützt, die zusammen fast 970 Stunden geleistet haben. Diese Menschen sind ein wichtiger Teil des sozialen Gefüges in der Region. Sie bringen ein bisschen Wärme in die Herzen von Menschen, die oft genug mit Kälte und Einsamkeit kämpfen müssen.
Engagement der Jugend
Die youngCaritas hat im vergangenen Jahr 22 Workshops durchgeführt, an denen fast 490 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben. Das Engagement der Jugend ist inspirierend! Auch im Jahr 2026 sind bereits acht Workshops geplant. Bei der Caritas-Haussammlung im März haben sich 168 Freiwillige als Haussammler engagiert – eine beeindruckende Zahl, die zeigt, dass auch die Gemeinschaft zusammenhält. Und nicht zu vergessen, die Aktion „Coffee to help“, bei der Jugendliche im April rund 4.000 Euro für die Region gesammelt haben, indem sie Kaffee ausgeschenkt haben. Über 70 Jugendliche haben ihre Zeit und Energie investiert, um Gutes zu tun.
Diese Initiativen sind nicht nur wichtig, sie zeigen auch, wie viel Potenzial in der Gemeinschaft steckt. Die Notwendigkeit, sich gegenseitig zu unterstützen, wird durch die aktuellen Herausforderungen umso deutlicher. Es bleibt zu hoffen, dass die Hilfsangebote weiterhin breiten Anklang finden und dass mehr Menschen die Hilfe in Anspruch nehmen, die sie brauchen. Es ist einfach schön zu sehen, dass trotz aller Widrigkeiten so viele Menschen bereit sind, zu helfen und sich zu engagieren. Das gibt Hoffnung!
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