Am vergangenen Wochenende fand in Tulfes eine bedeutende Veranstaltung der VP-Ortsparteien Aldrans und Tulfes statt, die sich mit Zukunftsfragen des südöstlichen Mittelgebirges beschäftigte. Im Mittelpunkt des Interesses stand das Projekt „Schartenkogel-Express“ der Glungezerbahn, das als Impulsgeber für den regionalen Tourismus präsentiert wurde. Geschäftsführer Christian Höck und Betriebsleiter Gilbert Bachmann zogen zahlreiche Besucher an, die sich über die geplanten infrastrukturellen Entwicklungen informierten.
Die Veranstaltung wurde von Vizebürgermeisterin Karin Markart-Bachmann (Tulfes) und Vizebürgermeister Daniel Nairz (Aldrans) organisiert und bot ein Forum für eine spannende Podiumsdiskussion. An dieser nahmen unter anderem Landesrätin Cornelia Hagele, TVB-Obmann Werner Schiffner, Projektkoordinator Walter Höllwarth und Gebietsbauernobmann Andreas Gallrauner teil. Die Diskussion drehte sich um die Balance zwischen touristischer Weiterentwicklung, wirtschaftlicher Stabilität und dem Erhalt der Kulturlandschaft. Hagele betonte dabei die Wichtigkeit einer gemeinsamen und vorausschauenden Entwicklung von Tourismus, Wirtschaft und Landwirtschaft. Der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinden wurde als entscheidender Erfolgsfaktor für größere Projekte hervorgehoben.
Nachhaltige Regionalentwicklung im Fokus
Die thematischen Schwerpunkte der Veranstaltung sind besonders relevant, wenn man die aktuellen Entwicklungen im Bereich der nachhaltigen Regionalentwicklung betrachtet. Ein Beispiel dafür ist der Masterstudiengang „Tourismus und nachhaltige Regionalentwicklung“, der an der KU Eichstätt-Ingolstadt angeboten wird. Hier werden Studierende auf die Herausforderungen und Chancen im Tourismussektor vorbereitet, insbesondere mit einem Fokus auf innovative Produkte und nachhaltige räumliche Planungen.
Der Studiengang vermittelt nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praxisnahe Kompetenzen, die für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Tourismusstrategie unerlässlich sind. Die Studierenden haben die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln, indem sie ein Semester an Partneruniversitäten im Ausland verbringen. Diese interdisziplinäre Ausrichtung fördert eine umfassende Sichtweise, die Management, Volkswirtschaftslehre und Geographie miteinander verknüpft.
Ein Blick in die Zukunft
Mit dem Projekt „Schartenkogel-Express“ und den damit verbundenen Diskussionen über nachhaltige Entwicklung wird deutlich, dass die Region Hall in Tirol auf dem richtigen Weg ist. Die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Tourismusverbänden und Bildungseinrichtungen kann dazu beitragen, sowohl die Lebensqualität zu erhöhen als auch den Wirtschaftsstandort zu stärken. Hagele stellte den Zusammenhang zwischen einem starken Wirtschaftsstandort und einer hohen Lebensqualität heraus, was für die künftige Entwicklung der Region von entscheidender Bedeutung sein wird.
Insgesamt zeigt die Veranstaltung in Tulfes, dass die Zukunft des südöstlichen Mittelgebirges in den Händen der Menschen vor Ort liegt, die gemeinsam an einer positiven Entwicklung arbeiten. Die Herausforderungen sind groß, aber mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit können die Weichen für eine blühende Zukunft gestellt werden.