Ein Leben im Dienst: Pfarrer Peter Weberhofer feiert 60 Jahre Priesteramt in Koglhof
Am Sonntag, dem 5. Juli, wird die Pfarrkirche Koglhof zum Schauplatz eines ganz besonderen Ereignisses. Em. Pfarrer Mag. Peter Weberhofer feiert sein diamantes Priesterjubiläum, ein wahrlich beeindruckender Anlass, da er seit 60 Jahren das Priesteramt ausübt. Die Feier beginnt um 10:00 Uhr und verspricht, ein Fest des Glaubens und der Dankbarkeit zu werden.
Peters Lebensweg ist so facettenreich wie inspirierend. Geboren am 13. Februar 1942 in Rabendorf, wuchs er mit fünf Brüdern auf einem landwirtschaftlichen Hof auf. Diese Wurzeln scheinen ihn geprägt zu haben, und seine Kindheit in der ländlichen Idylle spiegelt sich in seiner bescheidenen Art wider. Nach seiner Schulzeit in Koglhof und Anger sowie dem Bischöflichen Gymnasium in Graz, wo er 1961 maturierte, folgte das Theologiestudium an der Karl-Franzens-Universität. Am 10. Juli 1966 wurde er dann im Grazer Dom zum Priester geweiht. Was für ein Weg!
Ein Leben im Dienst
Seine ersten Schritte als Kaplan und Religionslehrer führte ihn durch die Pfarren Paldau, Schladming, Pichl und Ramsau. Ein aufregendes Leben, könnte man sagen! Besonders bemerkenswert ist seine Zeit an der Stadtpfarrkirche zum Hl. Blut in Graz, wo er nicht nur seine Sponsion ablegte, sondern auch seine Lehramtsprüfung. Von 1980 bis 2012 war er Pfarrer in Graz-Kroisbach. In dieser Zeit wurde ein Glockenturm errichtet – ein Projekt, das anfangs für einige Aufregung in den Studentenheimen sorgte, aber letztendlich zur Bereicherung der Gemeinde wurde.
Von 1992 bis 1993 war er als UN-Militärseelsorger auf dem Golan tätig. Ein mutiger Schritt, der zeigt, dass sein Engagement für die Menschen weit über die Grenzen der Kirche hinausgeht. Später übernahm er die Rolle des Miliz-Militärseelsorgers und war von 2007 bis 2022 Seelsorger der steirischen Polizei. Hierbei widmete er sich vor allem der seelsorgerischen Betreuung von Polizeibeamten – ein oft herausforderndes, aber ungemein wichtiges Feld.
Ein Wanderprediger
In seiner Freizeit zog es ihn immer wieder in die Ferne. Zahlreiche Reisen in biblische Länder und Fußwallfahrten durch die Wüste Sinai prägten seine Erlebnisse. Diese Erfahrungen haben sicher auch sein Kirchenbild beeinflusst, das von Schlichtheit, Bescheidenheit und Hingabe geprägt ist. Nach seiner Emeritierung 2012 lebt er in einem Holzblockhaus in Rabendorf und bleibt aktiv im Seelsorgeraum Weiz und Oberes Feistritztal. Er beschreibt sich selbst als „Wanderprediger“ zwischen Apfel-, Almen- und Joglland – eine charmante Selbstdefinition, die seine Verbundenheit zur Natur und den Menschen unterstreicht.
Sein Engagement wurde nicht unbeachtet gelassen. Für seine Verdienste erhielt er das Goldene Ehrenzeichen der Landeshauptstadt Graz sowie des Landes Steiermark. Ein wahrhaft würdiger Lohn für all die Jahre des Dienstes.
Jubilare im Juli
Es ist erwähnenswert, dass nicht nur Peter Weberhofer in diesem Monat sein Jubiläum feiert. Auch andere Priester der Steiermark begehen besondere Weihejubiläen. Zum Beispiel, Mag. Leopold Städtler mit 76 Jahren am 2. Juli und Josef Wonisch, der am 8. Juli auf 70 Jahre Priester zurückblickt. Ein wahrer Monat voller Feiern und Dankbarkeit für alle, die sich dem Glauben verschrieben haben!
Die katholische Militärseelsorge, in der Peter Weberhofer eine wichtige Rolle spielte, ist ein faszinierendes Feld. Sie wird vom Katholischen Militärbischofsamt in Berlin geleitet und hat die Aufgabe, den Soldaten und deren Angehörigen in Zeiten des Krieges und Friedens beizustehen. Die Militärdekanate übernehmen dabei eine zentrale Rolle in der Betreuung der Militärgeistlichen und der seelsorgerischen Arbeit an den Standorten.
Wir freuen uns schon auf die Feierlichkeiten in Koglhof und sind gespannt auf die vielen Geschichten, die Peter Weberhofer über sein bewegtes Leben zu erzählen hat. Ein ganz besonderer Tag für einen ganz besonderen Menschen!
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