Heute ist der 17.05.2026, und wir blicken auf eine spannende Zeit für das Gymnasium in Weiz zurück. Ein ganzes Stück Geschichte hat hier ihren Lauf genommen. Während die Schülerinnen und Schüler der Gymnasien in Österreich gerade die schriftliche Matura ablegen – mündliche Prüfungen stehen im Juni an – wird in Weiz ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: das Gymnasium wird stolze 60 Jahre alt. Ein Anlass, der nicht nur zum Feiern einlädt, sondern auch dazu, in Erinnerungen zu schwelgen.

Die Anfänge des Gymnasiums in Weiz sind interessant. Im Herbst 1966 wurde die Außenstelle des Gleisdorfer Gymnasiums eröffnet. Damals fand der Unterricht in der ehemaligen Knaben-Volksschule statt. Bereits drei Jahre später, 1969, zog die Schule in das Hauptschulgebäude, das heute als Mittelschule bekannt ist. Doch das war nur der Anfang. 1978 wurde das moderne Schulgebäude am Campus in der Offenburger Gasse bezogen, und im kommenden Jahr wird ein beeindruckender Zubau in Höhe von vier Millionen Euro eröffnet. Das zeigt, dass hier nicht nur Geschichte geschrieben wird, sondern auch Zukunft gestaltet.

Ein Blick zurück auf die Anfänge

Damals, als 108 Schüler 1966 in die neue Schule eintraten, war die Durchmischung der sozialen Schichten bemerkenswert und trug zur besonderen Atmosphäre des Gymnasiums bei. Die ehemalige Schülerin Barbara Marosits, die hier 1966 ins Klassenzimmer trat, hat sich von der Schülerin zur Professorin entwickelt und war von 2012 bis 2021 Direktorin. Ihre Erfahrungen spiegeln die Veränderungen wider, die die Schule über die Jahre durchlebt hat.

Ein weiteres Gesicht der Schule ist Günter Pösinger, der langjährige Lehrer, der nicht nur 36 Maturabälle organisierte, sondern auch 37 Jahre unterrichtete. Seine Anekdoten könnten die Wände zum Lachen bringen – und auch Helmut Kowatsch, der Turn- und Geschichtsunterricht gab, wird von vielen als das Herzstück der Schule in Erinnerung bleiben. Er war nicht nur Lehrer, sondern auch ein aktiver Gewerkschafter, der sich für die Anliegen der Lehrkräfte einsetzte.

Die Herausforderungen der heutigen Zeit

Die aktuelle Direktorin Sabina Söllinger, die seit 2021 im Amt ist, sieht sich heute mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Soziale Medien und Online-Lernplattformen haben das Lernen revolutioniert. Schüler von heute nutzen Tutorials und Künstliche Intelligenz, um ihre Kenntnisse zu vertiefen. Mirjam Erjawetz, Schulsprecherin der siebenten Klasse, und Robert Eklaude, ein frischgebackener Maturant, betonen, dass gute Schüler von früher und heute immer noch erfolgreich sind. Das zeigt, dass es nicht nur um die Lerninhalte, sondern auch um die Haltung zum Lernen geht.

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In Gesprächen mit ehemaligen Lehrern wird deutlich, dass man die Feste früher ganz anders gefeiert hat. Es gab eine spürbare Lebendigkeit, eine Art von Gemeinschaft, die oft in den Erinnerungen schwelgt. Einigkeit unter den ehemaligen Lehrkräften herrscht, wenn es um die Einschätzung von heute geht: Die Herausforderungen sind gewachsen, doch der Spirit, das Lernen zu feiern, bleibt ein zentrales Element des Schullebens.

Mit 605 Schülern, die derzeit das Gymnasium besuchen, und der Aussicht auf etwa 630 Schüler ab Herbst, ist die Schule ein pulsierender Ort des Lernens und der Entwicklung. In 26 Klassen, darunter fünf erste Klassen, wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch gelebt. Ein Ort, an dem die Vergangenheit auf die Zukunft trifft – und das ist einfach nur beeindruckend.